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Die politische Intrige

Film von Frank Diederichs und Markus Gaal
Samstag, 03.03.2018 11:30 Uhr
PHOENIX
Samstag
03.03.2018
11:30 Uhr
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In der Politik existiert die Intrige seit eh und je. Die Dokumentation beleuchtet anhand von drei Beispielen die Anatomie politischer Machenschaften: der gescheiterten Verschwörung gegen Bundeskanzler Helmut Kohl, des erfolgreichen Putschs gegen SPD-Chef Rudolf Scharping und des Verrats bei der gescheiteren Wahl von Ministerpräsidentin Heide Simonis.

Dabei kommen viele beteiligte Politiker zu Wort: Oskar Lafontaine, Rudolf Scharping, Wolfgang Thierse, Renate Schmidt, Ralf Stegner, Peter Harry Carstensen, Wolfgang Kubicki, Anke Spoorendonk, Wolfgang Schäuble, Rita Süssmuth und Horst Teltschik. Der Politikwissenschaftler Claus Leggewie und der Theaterintendant Claus Peymann ordnen diese Meilensteine der jüngeren deutschen Demokratiegeschichte ein: politisch, historisch, dramatisch.
Auf dem Bremer Parteitag der CDU kommt es 1989 zum großen Showdown. Helmut Kohl und die gesamte Führungsriege wirken verbraucht, perspektivlos, verschlissen. Heiner Geißler, Lothar Späth und andere formieren sich hinter dem Rücken des Kanzlers und arbeiten an dessen Absetzung als Parteivorsitzender. Aber am Ende wird Helmut Kohl als CDU-Chef wiedergewählt. Der Putsch ist gescheitert.

Rudolf Scharping ist 1995 Parteivorsitzender der SPD, Fraktionsvorsitzender im Bundestag und er war 1994 erfolgloser Kanzlerkandidat gegen Helmut Kohl. Die SPD verliert Landtagswahlen und steckt in einer handfesten Sinn- und Identitätskrise. Scharpings mit großer Spannung erwartete Rede auf dem Mannheimer Parteitag wirkt kraftlos. Und dann steht plötzlich Oskar Lafontaine am Rednerpult und begeistert mit einer flammenden Rede. Mehrere Delegierte fordern Lafontaine auf, für den Parteivorsitz zu kandidieren. Angeblich ganz spontan. In der Nacht werden die Strippen gezogen. Am 16. November 1995 tritt Lafontaine gegen Scharping an - und siegt in einer dramatischen Kampfabstimmung.

Am 17. März 2005 kommt der Landtag von Schleswig-Holstein zusammen, um die Ministerpräsidentin zu wählen. Die Blumen für Simonis liegen schon unter den Bänken bereit. Doch es wird anders kommen. Trotz Koalitionsvereinbarung, trotz Stimmenmehrheit, trotz gelungener Probe-Abstimmung: Heide Simonis wird nicht erneut als Ministerpräsidentin gewählt. Eine Stimme fehlt ihr. In vier Wahlgängen bekommt sie nicht die erforderliche Mehrheit. Die politische Karriere von Heide Simonis ist vorbei.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 03.03.2018 um 11:30 Uhr auf PHOENIX.

Details
Audio-Format
stereo
Bild-Format
16:9
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farbe
Audio-Beschr.
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1520072940
Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Politik