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Von Sibirien nach Japan (2/3)

Jenseits des Alaid
Dienstag, 27.02.2018 06:00 Uhr
PHOENIX
Dienstag
27.02.2018
06:00 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Kaum ein Tourist verirrt sich auf die Halbinsel Kamtschatka. Noch vor wenigen Jahren wäre ein Besuch gar unmöglich gewesen. Der östlichste Teil Russlands war bis 1991 militärische Sicherheitszone und absolutes Sperrgebiet. Auch heute ist es mit vielen Mühen verbunden, hier herzureisen. Dabei ist der abgelegene Flecken Erde wirklich einen Besuch wert. Wilde unberührte Natur, bizarre Vulkane und Bewohner, die der Abgeschiedenheit ebenso trotzen wie dem Kalten Krieg, das ist Kamtschatka. Die Halbinsel zählt viele heißen Quellen und über 160 Vulkane, darunter auch ca. 28 noch aktive. Teile der gewaltigen Urlandschaft wurden von der Unesco zum Welterbe erklärt. Diese sechs Naturparks in der südlichen Hälfte der Halbinsel werden pro Jahr nur von wenigen tausend Menschen besucht. So ereignen sich die meisten Vulkanausbrüche unbeobachtet. Sehr, sehr selten kommt es zu Opfern unter der Bevölkerung. Dafür ist Kamtschatka einfach zu dünn besiedelt.

In der Umgebung der Hauptstadt, Petropavlovsk-Kamtschatskij, leben 300.000 der insgesamt 400.000 Einwohner Kamtschatkas. Wenn man bedenkt, dass die Halbinsel fast so groß wie Deutschland ist, lässt sich ermessen, wie entvölkert die meisten Landstriche sind. Wichtigste Einnahmequelle ist der Fisch- und Krabbenfang. Danach kommen die Firmen, welche Bodenschätze abbauen und die Erdölfelder erschließen als wichtige Arbeitgeber. Vor allem im Osten Kamtschatkas sind Arbeitslosigkeit und Alkoholismus - die "Russischen Zwillinge" - weit verbreitet.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 27.02.2018 um 06:00 Uhr auf PHOENIX.

Details
Audio-Format
stereo
Bild-Format
16:9
Farbe
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Audio-Beschr.
nein
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1519707600
Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Russland, Japan, Natur, Menschen im Alltag