Russen lieben Österreich, reiche Russen lieben Österreich noch ein wenig mehr. Sie schätzen die gute Luft, die malerische Landschaft, die Lipizzaner und die Oper. Vor allem aber schätzen sie das Gefühl, ohne Leibwächter einkaufen gehen zu können. Längst kommen viele Russen nicht mehr nur auf Urlaub. Seit Jahren steigt die Zahl von Immobilienkäufen quer durch Österreich.
Nicht nur die besten Lagen Wiens haben es den Millionären aus Russland angetan, zuletzt wechselten immer mehr Jagdreviere, Hotelanlagen und andere Prestigeobjekte den Besitzer. Oligarch Oleg Deripaska lässt in Laa an der Thaya sogar eine eigene Kirche errichten, zu Ehren seines dort im Zweiten Weltkrieg gefallenen Großvaters. Bei den Bürgermeistern werden reiche Russen meist mit offenen Armen empfangen. Oligarchen gelten als spendabel. Man hofft, dass auch etwas für die Gemeinde abfällt. Bei aller Liebe zu Land und Landschaft bleiben die Russen eher unter sich. Vor allem in Wien ist eine Art "russisches Paralleluniversum" entstanden. Es gibt russische Ballettschulen, Nachtklubs und Schönheitssalons.
"Am Schauplatz" unternahm eine Entdeckungsreise in eine ansonsten streng abgeschottete Welt. Klaus Dutzler, Barbara Kaufmann und ihr Kamerateam begleiteten für die Reportage "Der Oligarch im Alpenwald" Millionäre beim 3-Millionen-Euro-Wohnungsshopping und eine Unternehmergattin auf der Suche nach einem Designerkleid für einen Ball. Und erstmals gewährte der russische Milliardär Rashid Sardarov Einblicke in sein 40-Millionen-Euro-Anwesen im niederösterreichischen Alpenwald. Aus der Reihe "Am Schauplatz"
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 26.02.2018 um 06:20 Uhr auf PHOENIX.