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Väterchen Don (2/2)

Der Fluss der Kosaken
Mittwoch, 21.03.2018 02:15 Uhr
PHOENIX
Mittwoch
21.03.2018
02:15 Uhr
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Diese Mischung sorgt für die explosive Kosakenart", erläutern beide.Michail Scholochow hat die Kosaken in seinem weltbekannten Roman "Der stille Don" verewigt. Er schildert den Untergang des glorreichen Kosakentums im Bruderkrieg am Don. Die Geschichte des Kosaken Grigorij und seine leidenschaftliche Beziehung zur verheirateten Nachbarin Axinja sind durch den Roman weltbekannt geworden. Der berühmte sowjetische Autor und Nobelpreisträger lebte bis 1984 in Wjóschenskaja in einer prächtigen Villa. Dort spricht Fritz Pleitgen mit Scholochows Sohn Michail und Enkel Alexander über die Plagiatsvorwürfe. Scholochow soll den "stillen Don" nicht selbst geschrieben haben, so heißt es.

Auf einem kleinem Dampfer der Don-Fluss-Flotte wird die Reise fortgesetzt. Dass der Don nicht überall schiffbar und voller Untiefen und Sandbänke ist, erlebt das Filmteam, als das Schiff auf Grund läuft. Nachdem ein Schlepper den Dampfer wieder auf Kurs gebracht hat, erreicht er nach 101 Kilometern bei Kalatsch den Wolga-Don-Kanal. Die Passage wurde 1952 eröffnet - die Verbindung zwischen Wolga und Don - ein Triumph für Stalin. Er erzwang, woran Peter der Grosse gescheitert war. Mit 13 Schleusen wird der Höhenunterschied zwischen Wolga und Don überwunden. In nur drei Jahren hatten zweihunderttausend Sträflinge und hunderttausend deutsche Kriegsgefangene den künstlichen Wasserweg durch die südrussische Steppe gegraben.Bei seiner Expedition ins Steppenland werden Fritz Pleitgen und das WDR-Team vom Naturschützer Alexander Lipischkin begleitet. "Wie alle Flüsse ist auch der Don sehr verwundbar. Seine Nutzung für den Öltransport ist eine ständige Gefahr. Die empfindlichsten Wesen im Ökosystem sind die Vögel", erläutert dieser.
In der ehemaligen Kosakenhauptstadt Starotscherkássk findet an einem verregneten Sonntag ein Kosakenfest statt. Mögen die Kosaken politisch keine Rolle mehr spielen, mit ihren Gesängen und Tänzen prägen sie die russische Folklore auch heute noch. Sie haben ihre eigenen Uniformen, dürfen sich ihren Führer, den Ataman, wählen, aber eine militärische Sonderrolle spielen sie nicht mehr. Auf die Frage, wie die Tradition weitergegeben wird, sagt Ataman Fjodor Fjodorowitsch: "Wir versuchen, unseren Kindern von klein an die Traditionen und Werte der Kosaken beizubringen. Respekt vor den Älteren, Mut, Freiheitssinn, Ehrgefühl, Gottesfurcht," antwortet er.Die Fahrt geht weiter nach Rostow am Don, dem Tor zum Kaukasus. Seit dem Konflikt mit Georgien geht Richtung Kaukasus weit weniger über die Schwelle als früher. Rostow ist eine Millionenstadt mit südlichem Charme. Hier leben Armenier, Georgier, Abchasen, Tschetschenen und Dutzende andere mehr geben der Stadt neben Russen und Ukrainern das Gepräge.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 21.03.2018 um 02:15 Uhr auf PHOENIX.

Details
Audio-Format
stereo
Bild-Format
16:9
Farbe
farbe
Audio-Beschr.
nein
Hoerhilfe
nein
HDTV
nein
Logo-Event
nein
VPS
1521592140
Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Russland, Land/Leute, Natur
Alternative Ausstrahlungstermine
21.03.2018 02:15PHOENIX