

Sinkende Spenden, rückläufige Mitgliedsbeiträge, zu geringe Gelder von den Kommunen: Die Finanznot der bayerischen Tierheime ist dramatisch - inzwischen steht jedes zweite vor der Insolvenz. Gleichzeitig steigt die Zahl der abgegebenen Tiere in den Heimen, weil Herrchen oder Frauchen sich den Unterhalt für ihre Haustiere nicht mehr leisten können - oder wollen. Und auch immer mehr Welpen aus illegalen Tiertransporten müssen untergebracht werden. Was tun?
Die Gemeinden sind zwar verpflichtet für so genannte "Fundtiere" zu zahlen. Doch dazu zählen sie nur tatsächlich verloren gegangene Tiere. Weder ausgesetzte und herrenlose Vierbeiner fallen darunter, noch streunende Katzen und geschmuggelte Hundebabys. Gestritten wird um jeden Cent, sogar vor Gericht.
Jetzt mal ehrlich: Hört beim Geld die Tierliebe bei den Kommunen auf? Und wie kann eine Lösung aussehen? Das möchte Rainer Maria Jilg wissen. Er besucht das Tierheim in Rosenheim, dem im September die Schließung droht. Eine so genannte Einwohnerpauschale in Höhe von 50 Cent wäre die Rettung. Doch nur fünf von den 40 Gemeinden, für die das Tierheim zuständig ist, wollen diesen Betrag zahlen.
Er begleitet den Schatzmeister eines fränkischen Tierheims auf der Suche nach Spenden. Und er schaut sich den 1,8 Mio Euro teuren Bau des neuen Katzenhauses im Tierheim München an, der von der Stadt München in Höhe von 750.000 Euro unterstützt wird. Ist Tierliebe abhängig vom Verhandlungsgeschick eines jeden einzelnen Tierheimleiters - oder eine Frage des gefüllten Stadtsäckels? Und warum ist Bayern das einzige Bundesland, das Tierheimen keine Fördermittel zahlt - im Gegensatz zu anderen Gruppen, wie z.B. den Sport- und Musikvereinen? Jetzt mal ehrlich - kritisch, hintergründig und informativ gehen Rainer Maria Jilg und Vivian Perkovic Fragen nach, die Menschen in Bayern beschäftigen. Egal ob aus Politik, Wirtschaft oder Kultur: Sie sind dort, wo sich in Bayern etwas bewegt - oder bewegen muss.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 22.02.2018 um 17:15 Uhr auf ARD alpha.