

* Osterstraße
Schon in den 1950er-Jahren entwickelte sich die Osterstraße
zur Geschäftsstraße für die Anwohner und ist so etwas wie die
Hauptschlagader von Eimsbüttel. Ihren Charme machen ein
großes Kaufhaus, Ladenketten, aber vor allem die
inhabergeführten Geschäfte aus. Nach dem Umbau der 1,3
Kilometer langen Osterstraße haben die Menschen noch mehr
Platz zum Flanieren.
* Die Märchenvilla im Niendorfer Gehege
Das 142 Hektar große Niendorfer Gehege mit Wäldern und
weitläufigen Wiesen verbirgt sich mitten im Bezirk Eimsbüttel.
Seit 1955 gehört der Forst der Freien und Hansestadt Hamburg,
aber einst war ein Großteil des Waldes im Besitz des
Versicherungsdirektors Hermann Mutzenbecher, der dort eine
Villa für sich und seine Familie erbauen ließ. In den letzten 100
Jahren erlebte das Backsteinhaus eine bewegte Geschichte:
zwei Weltkriege, unterschiedliche Bewohner, Verfall, drohender
Abriss. Aber jetzt gibt es wieder Hoffnung für die Villa
Mutzenbecher.
* Hausmeister der Grindelhochhäuser
Eimsbüttel ist bekannt für seine wunderschönen
Jugendstilhäuser, aber zwischen den Harvestehuder Villen und
dem Grindelberg steht ein Architekturensemble, das auf den
ersten Blick so gar nicht in die Altbauidylle passt. Die
Grindelhochhäuser waren ein Mammutprojekt nach dem
Zweiten Weltkrieg: die ersten "Wohnriesen" in ganz
Deutschland! Viele Kritiker bezeichneten die Hochhäuser
damals als seelenlos. Aber die Menschen, die in den
geschichtsträchtigen Häusern leben und arbeiten, sehen das
anders. Hyseyin Göncü ist Hauswart in den Kulthochhäusern. Er
und zwei Kollegen betreuen die Wohnungen, in denen rund
3.000 Menschen leben. Tropfende Wasserhähne, klemmende
Fenster, defekte Beleuchtung in den unzähligen Fluren. Er weiß
nie, was der Tag an Arbeit für ihn bringt. Aber dafür ist er auch
einer der wenigen Menschen, der hinter fast jede Tür in den
Betonriesen blicken darf.
* Interview mit dem Krokodilflüsterer
Eine besondere Attraktion im Tropen-Aquarium im Tierpark
Hagenbeck sind die vier Nil-Krokodile. Der über drei Meter
lange Bulle Raja lebt hier mit den Krokodil-Damen Audrey,
Abigail und Vicky zusammen. Tierpfleger Florian Ploetz trainiert
mit den Reptilien auf eine Art und Weise, die deutschlandweit
einmalig ist. Mittlerweile hören sie auf ihre Namen und
gestatten dem Tierpfleger eine außerordentliche Nähe. Warum
das so wichtig ist, erklärt Florian Ploetz Moderatorin Julia-
Niharika Sen im Interview.
* Elianes Esszimmer
Wer war Eliane? Diese Frage muss Restaurantbetreiber Mirko
Sachs fast jeden Abend in seinem kleinen Lokal in der
Gärtnerstraße beantworten. Denn sein Restaurant heißt Elianes
Esszimmer. "Rund um den Michel" verrät die Geschichte
dahinter
* Zoologisches Museum
Im Zoologischen Museum, das zur Hamburger Universität
gehört, liegen fast vergessen in riesigen Kellern wahre Schätze.
Diese sollen möglichst bald gehoben werden, denn die
Wissenschaftler, die dort forschen, wünschen sich ein großes
neues Museum mit viel Platz. Bis es so weit ist, müssen sich die
Mitarbeiter wie die Doktorandin Wencke Krings mit der
Situation arrangieren und dabei den Besuchern, aber auch den
Studenten die Vielfalt des Lebens auf der Erde erklären.
* Design für die Elbphilharmonie
Eva Marguerre und Marcel Besau gelten als der Nachwuchs in
der Designerszene. Die beiden Designer haben sich im Studium
kennengelernt. Das Paar hat während seiner jungen Karriere
schon unzählige Preise bekommen. Der größte Coup: Das
Designer-Duo durfte die Elbphilharmonie ausstatten.
Gemeinsam arbeiten und leben bedeutet bei Eva Marguerre
und Marcel Besau: nie Feierabend.
* Das Theaterschiff
Am Kaiser-Friedrich-Ufer liegt das Hoheluftschiff, eine
schwimmende Bühne für Kinder- und Jugendtheater. Schon oft
musste das Schiff um seine Zukunft bangen, mit wenigen
Mitteln musste Leiterin Stephanie Grau nicht nur auf der Bühne
improvisieren
* Eine Nacht im Logo
Eine echte Eimsbütteler Institution ist der kleine Musikklub
Logo. Seit 1974 existiert er mitten im Studentenviertel um die
Grindelallee. Tausende von Bands haben dort schon gespielt.
Viele Bands, zum Beispiel Rammstein oder Oasis, sind ganz
groß herausgekommen und und füllen mittlerweile ganze
Stadien. Seit Jahren sind Investoren scharf auf das
Sahnegrundstück, auf dem der kleine Club steht, den sie gerne
durch ein sechsstöckiges Wohn- und Gewerbegebäude
ersetzen würden. Aber Logo-Chef Eberhard Gugel hält tapfer die
Stellung.
* Der Heußweg aus Sicht des Hunde-Malers
Tobias Emskötter betreibt am Heußweg seit 30 Jahren ein
Atelier, in dem er allerlei Tiere, vor allem die Hunde aus der Nachbarschaft, porträtiert. Seine Ölgemälde sind feine Studien
der Lieblinge von Herrchen und Frauchen und spiegeln
gewissermaßen auch das Seelenleben Eimsbüttels wieder.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 11.03.2018 um 18:00 Uhr auf NDR.