

In den Anfangszeiten ist das Skifahren nur etwas für gute Sportler: Wer abfahren will, muss erst mal klettern - Aufstiegshilfen gibt es keine. Doch 1948 bricht am Sudelfeld eine neue Ära an: Einer der ersten Sessellifte Bayerns geht in Betrieb. Überall in Bayern entstehen in den folgenden Jahren Liftanlagen - der Anfang des modernen Skibetriebs, wie wir ihn heute kennen.
In den 50er- und 60er-Jahren boomt es in Bayerns Alpen. Jahrhundertealte Bauernhäuser weichen modernen Hotels, Straßen machen den Weg zum Schneespaß einfacher. Aus Kuhweiden werden Parkplätze, aus Almen Pisten.
Die Berge verlieren ihre Unschuld: Wo einst gekeucht und gekraxelt wurde, schwebt der Wintergast nun entspannt bergauf. Skifahren wird zum High-Tech-Sport mit enormem Energieverbrauch: für Liftanlagen, Pistenwalzen und schließlich Schneekanonen.
Im Rausch des ökonomischen Erfolgs legen die Einheimischen den Grundstein für eine Entwicklung, die sich später rächen soll: die Abhängigkeit vom weißen, feuchten Nass, das die Geschäftsgrundlage darstellt.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 25.02.2018 um 12:00 Uhr auf BR.