

Für Charles Darwin stand fest: Dass wir Gefühle zeigen, sei gut. Dass wir dabei Tränen vergießen, sei aber eine Sackgasse der Evolution. Er nannte die emotionale Träne „zwecklos“. Doch wie kann etwas ohne Zweck sein, das uns von der Wiege bis zur Bahre begleitet?
Die Träne ist schließlich bei jedem Höhepunkt unseres Lebens dabei. Sie fließt bei Geburten, Hochzeiten, Todesfällen - und dass sie das tut, ist einzigartig menschlich: „Im Moment ist aus meiner Sicht nicht bekannt, dass irgendwelche anderen Tiere außer Menschen emotional weinen“, sagt die Neurowissenschaftlerin Nadine Gogolla, Direktorin des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München.
Die Einzigartigkeit der emotionalen Träne scheint also festzustehen. Auch warum wir weinen, erscheint intuitiv klar: Wir drücken unsere Gefühle aus, um uns danach besser zu fühlen. Tränen haben einen kathartischen Effekt auf unser Seelenleben.
Doch genau an dieser Gewissheit rüttelt Psychologe Ad Vingerhoets: „Diese Idee ist obsolet
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 07.07.2024 um 08:40 Uhr auf arte.