Immer mehr Firmen scheinen sich darauf einzustellen: Denn mit zufriedenen Mitarbeitern ist es einfacher, am Markt erfolgreich zu sein. Das gilt für kleine Start-ups genauso wie für Mittelständler oder größere Konzerne. Und nicht immer muss Gewinnmaximierung im Mittelpunkt der Firmenphilosophie stehen.
Genossenschaften zum Beispiel arbeiten anders. Die Mitarbeiter dort sind oft auch Eigentümer des Unternehmens und an wichtigen Entscheidungen beteiligt. Doch sind Genossenschaften trotzdem handlungsfähig und profitabel? "plan b" sucht Antworten bei Miraphone, einer Blechblasinstrumentenfabrik in Bayern. Johannes Antesberger ist dort Instrumentenbauer und Genossenschaftsmitglied. Er weiß: Wenn es dem Unternehmen gut geht, dann geht es auch ihm gut. Das motiviert ihn bei der Arbeit.
Die Mondragón Corporación Cooperativa ist mit rund 74 000 Mitarbeitern das siebtgrößte Unternehmen in Spanien und ebenfalls eine Genossenschaft. Trotz der Größe des Konzerns hat sich Mondragón die Menschlichkeit auf die Fahnen geschrieben. Noch nie wurde ein Mitarbeiter aus wirtschaftlichen Gründen entlassen. Und ein Manager verdient höchstens das Sechsfache eines einfachen Arbeiters. Zum Vergleich: In vielen börsennotierten Unternehmen bekommen Vorstände ein 50 Mal höheres Gehalt als normale Angestellte.
Der Outdoor-Ausrüster Vaude in Baden-Württemberg ist ein Familienbetrieb und keine Genossenschaft. Dennoch gibt es hier vieles, was es in anderen Unternehmen nicht gibt: zum Beispiel Teilzeitangebote für Frauen in Führungspositionen, ein transparentes Gehaltssystem und soziales Engagement. Die Geschäftsführerin Antje von Dewitz findet, dass in der Wirtschaft einiges falsch läuft: "Unternehmen sind zu einseitig auf Profit ausgerichtet und sollten danach besteuert werden, wie viel sie für das Gemeinwohl tun."
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 28.02.2018 um 12:30 Uhr auf PHOENIX.