

Die Holsteinische Schweiz im Osten Schleswig-Holsteins ist ein landschaftliches Mosaik aus sanften Hügeln, alten Buchenwäldern und fischreichen Seen - die Heimat des Seeadlers. Nirgends im Norden findet man den größten heimischen Greifvogel so häufig wie hier, 25 Brutpaare nisten in der Abgeschiedenheit Ostholsteins.
Seeadler stehen unter strengem Naturschutz. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass einzelne Vögel eines unnatürlichen Todes sterben. Es ist Winter, klirrend kalt, die Seen sind mit Schnee und Eis bedeckt. Bernd Struwe-Juhl, Geschäftsführer der Projektgruppe Seeadlerschutz Schleswig Holstein e.V., entdeckt am Ufer des Lanker Sees einen toten Seeadler. Äußerlich lässt sich nicht erkennen, woran der Vogel gestorben ist. Es ist die Jahreszeit, in der zahlreiche Tiere verhungern, wahrscheinlich ist auch dieser Adler eines natürlichen Todes gestorben. Doch in den letzten Jahren häufen sich die Todesfälle. Wie also ist der majestätische Vogel tatsächlich ums Leben gekommen?
Die Autoren begleiten das Team rund um Bernd Struwe-Juhl und Volker Latendorf, die als Seeadlerexperten oft wie Kommissare agieren, erfahren viele Details über das Leben des deutschen Wappenvogels und erhalten spannende Informationen zum Fall des toten Adlers, die zuletzt in die forensische Abteilung des Instituts für Zoo- und Wildtierbiologie in Berlin führen. Mithilfe modernster Technik kann die Todesursache genau festgestellt werden - mit einem überraschenden Ergebnis.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 09.02.2018 um 14:15 Uhr auf NDR.