

Die Filmemacher Simone Dobmeier und Torsten Striegnitz betrachten in ihrem Film "Berlin Stories" die Stadt aus der Perspektive der Literatur: von Klassikern wie Alfred Döblins "Berlin Alexanderplatz" und Ulrich Plenzdorfs "Legende vom Glück ohne Ende" über Sven Regeners Kultbuch "Herr Lehmann" bis zum 2013 erschienenen Roman "Berlin liegt im Osten" der deutsch-russischen Schriftstellerin Nellja Veremej.
Entstanden ist auf diese Weise eine filmische Charakterstudie über die Hauptstadt anhand der Geschichten, die in ihr geschrieben wurden und werden. Der Zuschauer wird auf eine spannende und überraschende Entdeckungsreise durch die Stadt und ihre Literatur entführt. In Interviews geben Berliner Autoren wie Ulrich Peltzer, Nellja Veremej und Annett Gröschner und Claudius Seidl, Feuilletonchef der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", ihren Blick auf die Stadt und ihre Bücher wieder.
Der französische Publizist Alban Lefranc, die Literaturwissenschaftlerin Susanne Ledanff und die Historikerin Alexandra Richie sprechen darüber, wie die Stadt und ihre Literatur im Ausland wahrgenommen werden. Alexandra Richie sieht in den kurzen, deutlichen, schnellen Sprach- und Szenenwechsel ein typisches Merkmal der Berlin-Literatur: "Es ist ziemlich unsentimental und ziemlich hart. Und damit beschreibt es den Charakter der Stadt, die sich nicht ständig nur mit sich selbst beschäftigt."
Regie: Simone Dobmeier und Torsten Striegnitz
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 03.02.2018 um 05:30 Uhr auf arte.