

Sergey Khatchatryan und das hr-Sinfonieorchester unter Leitung von Andrés Orozco-Estrada spielen das Violinkonzert von Johannes Brahms. Brahms komponierte sein Violinkonzert 1878 am Wörthersee, wo ein Jahr zuvor auch seine gefeierte 2. Sinfonie, ebenfalls in D-Dur, entstanden war. Der zweite, dreiteilige Satz, Adagio, ist über weite Strecken ein Dialog der Solostimme mit Streichern und Bläsern. Anders als etwa bei Paganini dominiert der Solist nicht die Szenerie, sondern die Themen werden gleichrangig weiterentwickelt. Die Kadenz am Ende des 1. Satzes stammt von Joseph Joachim, dem größten Violinisten seiner Zeit, der mit Brahms befreundet war und der ihn bei der Ausarbeitung der Solopassagen beraten hatte.
Brahms‘ Violinkonzert gilt als Beispiel für die in der Romantik entstandene Idee von „absoluter Musik“, für klanggewordene Sinnstiftung, die nicht auf direkte Bezüge zur außerkünstlerischen Wirklichkeit bezogen ist. Es ist eines der herausragenden Werke dieser Gattung. Mit seinen drei S
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 06.07.2024 um 02:40 Uhr auf arte.