

Der Wedding hat nicht das beste Image. Einst war der Wedding ein Arbeiterbezirk und hatte wenig zu bieten. Durch den Bau der Berliner Mauer geriet der Stadtteil mit seiner Hauptverkehrsader, der Müllerstraße, in eine geschützte Randlage. Der Wedding profitierte von der West-Berliner Insellage.
Die Müllerstraße wurde zum "Ku'damm des Nordens" und war ein beliebtes Ausgehviertel mit zahlreichen Fachgeschäften und Kaufhäusern. Nach dem Fall der Mauer verblasste der West-Berliner Glanz schnell. Heute versuchen sich hier Menschen unterschiedlichster Herkunft im täglichen Miteinander.
Auch wenn der Wedding immer noch als sozialer Brennpunkt gilt, der Wandel ist unübersehbar: steigende Mieten, neue Geschäfte und graue Mietskasernen weichen Neubauten mit Microappartments. Die Müllerstraße erzählt im Kleinen etwas über die großen gesellschaftlichen Zusammenhänge. Über Integration, Gentrifizierung und eine immer älter werdende Gesellschaft. Film von Thomas Balzer
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 03.02.2018 um 18:30 Uhr auf RBB.