Rechtes Gedankengut wird in Form von harmlos wirkenden Facebook-Gruppen als nationalkonservative Weltanschauung getarnt und emotionale Themen mit rechtspopulistischen Forderungen verknüpft. Aber Radikale im Netz - das sind nicht nur die Rechten. Auch Linksextreme nutzen das Netz. Ihre Kommunikation funktioniert dezentraler und läuft deswegen nicht selten unter dem Radar der Öffentlichkeit. Beide Lager nutzen Propaganda- und Mobilisierungsvideos, die wie zeitgenössische Musikvideos anmuten, um vor allem Jugendliche auf die Straßen zu holen. Und Facebook und Twitter bieten nicht nur die Verbreitungsmöglichkeiten, sondern ermöglichen auch eine schnelle und vor allem legale Vernetzung.
Die Dokumentation "Deutschland radikal - Internet, Hetze, Gewalt" gibt Einblicke in die Online-Aktivitäten der rechts- und linksextremistischen Szene in Deutschland. Der Umgang mit radikalen Akteuren und Inhalten im Netz bestimmt auch die öffentliche Debatte. Das Internet ist maßgeblich zum Instrument radikaler Hetze gegen "politische Gegner" geworden. Grünen-Politiker Jürgen Kasek und SPD-Politiker Tom Schreiber berichten von Hass-Mails und Anfeindungen bis hin zu tätlichen Übergriffen. Die Politik fordert mehr Kontrollen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 29.01.2018 um 16:45 Uhr auf PHOENIX.