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Der Rentenreport

Freitag, 26.01.2018 08:15 Uhr
PHOENIX
Freitag
26.01.2018
08:15 Uhr
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Das Armutsrisiko für Rentner steigt tatsächlich. In Offenbach bei Frankfurt ist es derzeit am größten. So sind bereits heute über die Hälfte der Menschen, die bei der Offenbacher Tafel jeden Dienstag für Lebensmittel anstehen, Rentner - wie Klaus Dieter Meuer. Seine Rente reicht nicht einmal für das Existenzminimum. Wie viele wird dieses Schicksal in Zukunft treffen? Wer muss sich tatsächlich Sorgen machen? Ein Viertel aller Beschäftigten in Deutschland sind Geringverdiener.
ARD-Datenjournalisten haben ermittelt: Bei über 100 Berufen bringt das Einkommen selbst nach 45 Jahren Vollzeitarbeit keine Rente, die über der Armutsgefährdungsquote liegt. Das muss nicht zwangsläufig Altersarmut bedeuten. Vermögen, Immobilien oder anders privat vorzusorgen, das hilft natürlich. Aber wem? Den meisten Menschen im Niedriglohnsektor jedenfalls nicht. Und die geförderte Riester-Rente hat ohnehin einen schlechten Ruf. "Nicht ganz zu Unrecht", wie der Rentenexperte Bert Rürup sagt: "Sie war besser gedacht als gemacht." Finanzmathematiker Werner Siepe rät dazu, lieber freiwillig mehr in die gesetzliche Rente einzuzahlen: "Die verspricht zur Zeit jedenfalls mehr Rendite als die meisten privaten Vorsorgealternativen!"
Immer mehr einzahlen für immer weniger Rente? Viele Junge haben den Glauben an das deutsche Rentensystem längst verloren - Marco Rust etwa, der im thüringischen Suhl als Erzieher in einem Kindergarten arbeitet: "Mir ist klar, dass ich mich auf meine gesetzliche Rente nicht verlassen kann." Für seinen Ruhestand muss er nicht nur einen größeren Teil seines Einkommens zurücklegen als die ältere Generation, er muss auch länger arbeiten. Von der Angleichung der Ostrenten profitieren nur die Älteren. Die immer noch niedrigeren Ostlöhne bringen den Jungen jetzt sogar weniger Rente. Tragen die Jungen die Hauptlast des demografischen Wandels? Oder sind es die Familien, also gerade die, die dem Demografie-Problem entgegenwirken?
Datenexperten haben nachgerechnet: Wer ist tatsächlich benachteiligt? Fest steht: In Österreich gibt es höhere Renten. In Schweden klappt es mit der zusätzlichen Vorsorge besser. Eine Deutschlandrente nach skandinavischem Vorbild - wäre das die Lösung? Der "Rentenreport" checkt die Fakten.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 26.01.2018 um 08:15 Uhr auf PHOENIX.