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Wie regional sind unsere Lebensmittel?

Film von Karlo Malmedie
Freitag, 05.01.2018 12:15 Uhr
PHOENIX
Freitag
05.01.2018
12:15 Uhr
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Die Ergebnisse sind ernüchternd: So manches Lebensmittel, das als Regio-Ware vermarktet wird, stammt eben nicht aus der Nachbarschaft. Wurst wird über Hunderte Kilometer durch die Republik gekarrt und dann als regionales Produkt angepriesen. Käse aus Mecklenburg-Vorpommern wird in Niedersachen geschnitten und verpackt und in Hamburg als "regional" verkauft.
Mit einer unüberschaubaren Zahl von Begriffen und Bezeichnungen wird für Regio-Produkte geworben: "Unser Norden", "Von hier", "Unsere Heimat", "Landaktiv" oder "Landmarkt". Für Hersteller und Händler ist "Regio" ein verlockendes Geschäftsmodell. Nach der Umfrage von "planet e." kaufen bereits 34 Prozent aller Verbraucher regionale Waren. Und: Sie sind bereit, dafür deutlich höhere Preise zu bezahlen.
Ein wenig Transparenz in diesem undurchsichtigen Geschäftsfeld schafft das "Regionalfenster". Hier sind auf der Verpackung Herstellungsort und der Anteil der regionalen Zutaten erkennbar. Doch das "Regionalfenster" ist noch nicht weit verbreitet, viele Kunden kennen dieses Label nicht.
Manche größere Lebensmittelhändler haben das Problem erkannt, wollen ihren Kunden Produkte verkaufen, die tatsächlich aus der näheren Region stammen. Auch sie kommen bei "planet e." zu Wort, genauso wie kleinere Bauern, denen der Regio-Boom oft nichts nützt.
Britta Schautz von der Verbraucherzentrale Niedersachen ist mit "planet e." auf Recherchereise gegangen. Die Ergebnisse sind ernüchternd: So manches Lebensmittel, das als Regio-Ware vermarktet wird, stammt eben nicht aus der Nachbarschaft. Wurst wird über Hunderte Kilometer durch die Republik gekarrt und dann als regionales Produkt angepriesen. Käse aus Mecklenburg-Vorpommern wird in Niedersachen geschnitten und verpackt und in Hamburg als "regional" verkauft.

Mit einer unüberschaubaren Zahl von Begriffen und Bezeichnungen wird für Regio-Produkte geworben: "Unser Norden", "Von hier", "Unsere Heimat", "Landaktiv" oder "Landmarkt". Für Hersteller und Händler ist "Regio" ein verlockendes Geschäftsmodell. Nach der Umfrage von "planet e." kaufen bereits 34 Prozent aller Verbraucher regionale Waren. Und: Sie sind bereit, dafür deutlich höhere Preise zu bezahlen.

Ein wenig Transparenz in diesem undurchsichtigen Geschäftsfeld schafft das "Regionalfenster". Hier sind auf der Verpackung Herstellungsort und der Anteil der regionalen Zutaten erkennbar. Doch das "Regionalfenster" ist noch nicht weit verbreitet, viele Kunden kennen dieses Label nicht.

Manche größere Lebensmittelhändler haben das Problem erkannt, wollen ihren Kunden Produkte verkaufen, die tatsächlich aus der näheren Region stammen. Auch sie kommen bei "planet e." zu Wort, genauso wie kleinere Bauern, denen der Regio-Boom oft nichts nützt.

Die Recherche macht deutlich: "Regio" muss nicht zwangsläufig besser sein als andere Produkte. Und die unzähligen Labels helfen oft nicht weiter. Verbraucherschützerin Britta Schautz fordert eine staatlich definierte Kennzeichnung für regionale Produkte. Doch solange es die nicht gibt, müssen Verbraucher im Supermarkt nachfragen, woher Fleisch, Gemüse & Co. tatsächlich kommen. Wer Gutes für sich, die Umwelt und heimische Landwirtschaft tun will, muss also noch auf Nummer sicher gehen. Film von Karlo Malmedie, ZDF/2017

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 05.01.2018 um 12:15 Uhr auf PHOENIX.

Details
Audio-Format
stereo
Bild-Format
16:9
Farbe
farbe
Audio-Beschr.
nein
Hoerhilfe
nein
HDTV
nein
Logo-Event
nein
VPS
1515150900
Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Essen/Trinken, Wirtschaft
Alternative Ausstrahlungstermine
05.01.2018 18:00PHOENIX05.01.2018 12:15PHOENIX