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Flucht in die Freiheit (1/2)

Mit dem Mut der Verzweiflung - Thema: Flucht aus der DDR
Freitag, 05.01.2018 14:15 Uhr
PHOENIX
Freitag
05.01.2018
14:15 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Fluchttunnel galten in den ersten Jahren nach dem Mauerbau als vermeintlich sicherster Weg, um in den Westen zu gelangen. Zwischen 1961 und 1964 herrschte in Berlin eine regelrechte "Tunnelkonjunktur". Dutzende unterirdische Gänge wurden von West nach Ost und Ost nach West durch den Boden getrieben. Doch für viele wurde dieser Fluchtweg zum Verhängnis: "Tunnelgräber" galten in der DDR als Staatsfeinde, auf sie wurde Jagd gemacht. In einer erst kürzlich entdeckten "Tunnelkartei" des Ost-Berliner Ministeriums für Staatssicherheit sind über 200 Versuche dokumentiert, die Mauer zu unterlaufen - nur 19 waren erfolgreich. Die Stasi war erstaunlich gut informiert über die unterirdischen Aktivitäten. Die Akten belegen, mit welchem Aufwand, aber auch mit welcher Gewalt DDR-Grenztruppen und die Staatssicherheit die zahlreichen Tunnelgräber verfolgten. Dennoch gelangten insgesamt über 250 DDR-Bürger unter der Erde "nach drüben".

Über 28 Jahre lang war die Mauer das Symbol der deutschen Teilung. Sie kostete Hunderte von Fluchtwilligen das Leben. Was brachte die Menschen dazu, alles aufs Spiel setzten, ihre Freunde und Heimat über Nacht zu verlassen? Wie planten sie ihre Fluchten? Wie gelang es ihnen, die tödlichen Sperranlagen zu überwinden? Was wusste die DDR-Staatssicherheit? Die erste Folge der zweiteiligen Dokumentation "Flucht in die Freiheit" berichtet, wie mutige Menschen in Berlin ihr Leben riskierten, um der Diktatur zu entrinnen, zeigt, wie ihre Versuche glückten oder scheiterten. Sie sprangen über Stacheldraht, fälschten Pässe, riskierten ihr Leben im Todesstreifen, kaperten U-Bahnen - einer stahl sogar einen Panzerwagen, um die Mauer zu überwinden. Nachdem das SED-Regime in der Nacht zum 13. August 1961 in Berlin die Sektorengrenzen zum Westen geschlossen hatte, versuchten Tausende Menschen die Absperrungen zu überwinden und in den Westen zu fliehen. Zwanzig Jahre nach Fall der Mauer widmet das ZDF einigen besonders bewegenden Flüchtlingsschicksalen eine zweiteilige Dokumentation.

Film von Jörg Müllner

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 05.01.2018 um 14:15 Uhr auf PHOENIX.

Details
Audio-Format
stereo
Bild-Format
16:9
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Audio-Beschr.
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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, DDR, Rückblick, Politik