

Die dritte Folge widmet sich der Zeit der Kreuzzüge und der rivalisierenden Päpste - einem neuen Tiefpunkt in der Geschichte der katholischen Kirche. Seit dem 10. Jahrhundert waren in der westlichen Kirche neue Reformkräfte am Werk. Die kirchlichen Institutionen wurden von Grund auf erneuert, Korruption und Missbrauch ein Ende gesetzt. Im Zuge der Reformen gerieten Kirche und Papst in einen Machtkampf mit dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, in dessen Verlauf Papst Gregor VII. Kaiser Heinrich IV. zum berühmten Gang nach Canossa zwang. Damit setzte er die geistlichen Machtansprüche des Papstes durch. Es folgte das Zeitalter der Kreuzzüge, das für die Kirche eine Konfrontation anderer Art mit sich brachte: die mit dem Islam. Das abendländische Schisma mit drei rivalisierenden Päpsten und das Exil der Päpste in Avignon hatten desaströse Folgen für das Papsttum und markierten einen neuen Tiefpunkt in der Geschichte der christlichen Kirche. Ob gefürchteter Tyrann oder geliebter Heiliger Vater: seit Jahrhunderten prägt die Aura und Macht des Papstes unsere Geschichte und fasziniert Millionen Menschen, nicht nur aus der christlich-katholischen Religionsgemeinschaft. Die Doku-Reihe bietet außergewöhnliche Einblicke in die Mythen und Geheimnisse des Papsttums und analysiert einen Glauben, der Auslöser zahlreicher Konflikte, Kontroversen und Kriege war, der absolute Hingabe einfordert und Europa über Jahrhunderte hinweg prägte.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 31.12.2017 um 18:45 Uhr auf ARD alpha.