

Es ist das größte Reiterstandbild der Welt: Dschingis Khan mitten in der mongolischen Wüste. Noch immer beherrscht sein Geist dieses große Land. Die Mongolei ist viermal so groß wie Deutschland, hat aber weniger Einwohner als Berlin. Asphalt gibt es nur in den Städten. Durchquert man das Land, geht es fast nur durch die Wüste Gobi, tagelang. Gegenverkehr ist so selten, dass man seinen Augen nicht traut, wenn doch mal jemand vorbei fährt.
ARD-Korrespondentin und WELTWEIT-Reporterin Ina Ruck und ihr Team sind auf dem Weg zu den Nomadenfamilien der Gobi. Die Menschen hier leben in Jurten. Vor Kälte schützen die kaum. Bei minus 30 Grad und heftigem Wind macht das deutsche TV-Team in der ersten Nacht kein Auge zu, und dann kommt auch noch Sturm auf - die Jurte zerbricht, die dicken Zeltplanen reißen. Mit viel Glück konnte die Ausrüstung gerettet werden und die Zollpapiere. Auch die Nachbarn, 10 Kilometer entfernt, verlieren in dieser Nacht ihre Jurte und werden obdachlos. Nichts Besonderes in der Gobi. Aber jeder weiß, jetzt helfen alle, die der Sturm verschont hat.
Feierlich, mit einem besonderen Ritual, wird der eisige Winter jedes Jahr verabschiedet. Dasch, der Kamelzüchter spritzt Milch in alle Himmelsrichtungen und zündet ein kleines Feuer: "Wir erweisen allem unseren Respekt, der Sonne, der Erde, dem Himmel. Wir bedanken uns dafür, dass wir gesund sind und glücklich," sagt er.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 25.12.2017 um 02:55 Uhr auf tagesschau24.