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Glaubwürdig: Andreas Raddatz

Samstag, 23.12.2017 18:45 Uhr
MDR
Samstag
23.12.2017
18:45 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

In Schweina sieht Weihnachten etwas anders aus als anderswo: Hoch oben auf dem Antoniusberg leuchten acht Meter hohe, brennende Fackeln in die Heilige Nacht.

Andreas Raddatz schnürt mit seiner Bindegemeinschaft eine der 16 Fackeln zusammen. Im November wird Reisig aus den Wäldern herbei geschafft, getrocknet und dann kurz vor Weihnachten fest um einen Baumstamm gewickelt. Andreas Raddatz ist seit 40 Jahren dabei und nicht nur deshalb weiß er viel über den Brauch - er pflegt die Ortschronik und hat allerlei Geschichten und Dokumente parat. Ursprünglich begingen die Schweinehirten von Schweina die Sonnenwendfeier mit diesem heidnischen Feuerbrauch. In den Akten findet sich ein Eintrag von 1799, in dem der damalige Ortspfarrer seinem Nachfolger wohlmeinend empfiehlt, das eigentlich heidnische Fackelbrennen lieber nicht zu unterbinden.

Die Christen im Ort - auch Andreas Raddatz gehört zu ihnen - sehen das Spektakel heute nicht als Konkurrenz zum christlichen Fest, sondern als Ergänzung. Zumal das Feuer auch vom Kirchenvorplatz aus gut zu sehen ist und dort vom Posaunenchor samt Glühwein begleitet wird. Für Andreas Raddatz und die Fackelbindegemeinschaften ist der Fackelbrand das Highlight des Jahres - im wahrsten Sinne des Wortes.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 23.12.2017 um 18:45 Uhr auf MDR.

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Dokumentation/Reportage, Porträt/Biografie, Christl. Religion