

Die letzte Folge des Dreiteilers "Planet der Menschen" führt durch einige der trockensten Gebiete Afrikas und zeigt Rituale, die es den Menschen erlauben, selbst die Wüsten unserer Erde zu ihrer Heimat zu machen.Die Sahara ist mit neun Millionen Quadratkilometer Wüste eine der größten Wüsten der Welt. Die Menschen, die in ihr leben, nennen sie "Meer ohne Wasser". Und dennoch gibt es Menschen, die zielstrebig durch diese Einöde ziehen.
Orientierung ohne Kompass: Die Tubu sind Meister der Orientierung. Einmal im Jahr durchqueren die Frauen des Stammes die gewaltige Sandlandschaft der Tenéré im Norden Nigers, die nicht umsonst die "Wüste der Wüsten" heißt. Nur so können sie den 240 Kilometer entfernten Markt erreichen - die beschwerlichste Einkaufstour der Welt.
Die Tubu reisen ohne Karte und Kompass, ihre einzigen Hilfsmittel sind die Gestirne und ihr Wissen über die Geheimnisse der Wüste. Nur mit Hilfe des Sonnenstandes und der Ausrichtung des Dünenkammes bestimmen sie ihren Weg. Wenn sie den einzigen Brunnen auf der Strecke verfehlen, droht ihnen der sichere Tod.
Kampf ums kostbare Nass: In der südlich gelegenen Sahelzone, wo die Sahara in die Steppenlandschaft Afrikas übergeht, gibt es zwar mehr Wasser, doch auch dort wird es manchmal knapp. Dann entbrennt ein Kampf zwischen den Viehhirten und ihren Herden mit den wilden Tieren der Savanne um das kostbare Nass. Terra X begleitet den Viehhirten Mamadou auf seinem Wettlauf mit einer der letzten Wildelefantenherden der Sahelzone zum Banzena-See.
Der Wechsel der Jahreszeiten bringt in den Wüsten Afrikas auch die aufregendsten Feste. Gegen Ende der Trockenzeit, wenn das Wasser bis auf wenige Tümpel verdunstet ist, begehen die Dogon ein einzigartiges Spektakel. Tausende Männer stürzen sich zum Fischfang in einen winzigen See. Film von Dale Templar
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 18.11.2017 um 08:45 Uhr auf PHOENIX.