

Als Sebastian mit 16 Jahren zum Islam konvertiert, ist er ein normaler Gymnasiast. Sein Vater Reiner, ein katholischer Theologe und seine Mutter Renate, eine engagierte katholische Sozialarbeiterin, haben sich zu dieser Zeit gerade getrennt. Der Teenager, der bis dahin Rap hörte und Basketball spielte, verändert sich schnell: Plötzlich verzichtet er auf Sport mit den alten Freunden und grenzt sich von seinem bisherigen Leben ab. Im Sommer will er nicht mehr ins Freibad gehen, nicht einmal mehr in die Stadt, denn überall sieht er dort leicht bekleidete Frauen und aufreizende Werbung. Für ihn ist es inzwischen eine Sünde 'wenn der Blick zweimal auf dieselbe Stelle fällt', sagt er. Er beginnt, die Welt in halal und haram einzuteilen - in erlaubt und verboten. Der junge Mann nennt sich nun Hamza - nach dem muslimischen Heerführer, der im Jahr 625 im Kampf gegen die Ungläubigen als Märtyrer starb. Er verliert seine letzten deutschen Freunde und überwirft sich mit seiner Mutter, bei der er noch wohnt. Obwohl er am liebsten ein Studium der Scharia machen will, beginnt er seiner Mutter zuliebe eine Ausbildung zum Erzieher. In der Kindertagesstätte kommt er bei der Arbeit wieder in Kontakt mit Nicht-Muslimen. Ganz von allein nerven ihn nun die strengen, jungen Glaubensbrüder in der Moschee, die ihn maßregeln, wenn er beim Gebet nicht exakt die vorgeschriebene Haltung einnimmt. Und es stört ihn, dass die Salafisten so sehr auf die nicht-gläubigen Deutschen herabblicken.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 02.12.2017 um 23:15 Uhr auf ONE.