

China - ein riesiges Land, das sich rasant verändert. Einerseits investiert der Staat mittlerweile massiv in alternative Energien - in der Provinz Ningxia steht die größte Solaranlage der Welt - andererseits sind Umweltschützer, die mit Drohnen Umweltsünder aufspüren wollen, in der Provinz mit hohen Hürden der Behörden konfrontiert. Diesen Widersprüchen ist Korrespondent Mario Schmidt vom ARD-Studio Peking für Phoenix auf der Spur.
Er beschreibt das Leben in der Mega-Metropole Shanghai, die über ein gigantisches U-Bahn-Netz verfügt. Die Stadt, mit ihrer Skyline ein Symbol für Chinas Aufstieg, boomt und zieht viele Start-up-Unternehmen an. Die Immobilienpreise schnellen in die Höhe. Mario Schmidt geht der Frage nach, wie junge Familien damit zurechtkommen und ob sie sich nach dem Ende der Ein-Kind-Politik zweiten Nachwuchs überhaupt leisten können.
Der ARD-Korrespondent hat auch das traditionelle China im Blick und portraitiert einen der letzten Handwerks-Meister, der noch Taubenflöten aus Flaschenkürbissen, Bambus und Schilfrohr herstellt. Einer Legende nach haben die Flöten chinesischen Mönchen ankommende Brieftauben angekündigt. Im Norden des Landes liegt der Chagan-See. Dort wird im Winter noch gefischt wie vor über 1.000 Jahren. Mit einem riesigen Netz, das unter dem Eis ausgebreitet wird - bei minus 24 Grad. Um das zwei Kilometer lange Netz auszubreiten, müssen etwa 50 Fischer ihre ganze Muskelkraft und sogar Pferde einsetzen.
Im Süden Chinas hat Mario Schmidt eine beeindruckende Frau getroffen, eine Landärztin. Das Leben hat es ihr nicht leicht gemacht. Sie verlor ihre Beine bei einem Verkehrsunfall, da war sie vier Jahre alt. Mit kleinen für sie angefertigten Hockern bewegt sie sich durch ihre Praxis. Trotz des schweren Schicksalsschlages hat sie sich nie aufhalten lassen.
China will die alte Seidenstraße wieder auferstehen lassen und ausbauen zu einem neuen Super-Highway des Welthandels. ARD-Korrespondent Mario Schmidt folgt ihr von der alten Kaiserstadt Xi'An mit der berühmten Terrrakotta-Armee bis an die Grenze Pakistans durch atemberaubende Landschaften. Karawanen zogen auf dieser Route über Gebirge, durch Wüsten, von Oase zu Oase. Sie führt Kontinente zusammen - schon seit mehr als 2.000 Jahren. Dann geriet sie in Vergessenheit. Jetzt ist sie wieder da - die neue Seidenstraße.
Darin die Dokumentation:
* "Chinas neue Seidenstraße", Film von Mario Schmidt
Die Geschichten der legendären Seidenstraße erzählen von Abenteurern, großen Karawanen und vom Handel mit seltenen Waren zwischen damals noch fremden Welten. Diese Zeiten schienen lange vorbei. Doch nun feiert die Seidenstraße ein Comeback. China belebt die uralten Routen und will sie wieder zu einer zentralen Handelsverbindung zwischen Europa und Asien ausbauen. Hochgeschwindigkeitszüge, Autobahnen, Kraftwerke schießen überall da aus dem Boden, wo früher Kamelkarawanen monatelang unterwegs waren, um Seide, Gewürze oder Teppiche zu transportieren. ARD-Korrespondent Mario Schmidt reist auf der neuen alten Seidenstraße mehrere 1000 Kilometer durch China, um zu sehen, wie es dort heute aussieht. Er startet am Beginn der Seidenstraße in der berühmten Stadt Xian und reist bis ganz in den Nordwesten Chinas an die Grenze nach Kasachstan. Auf der Seidenstraßen-Route herrscht echte Aufbruchstimmung. Mario Schmidt fährt mit bei modernen Trucker-Karawanen, besucht lebendige Oasenstädte und trifft viele Menschen am Rande der Strecke. Die Bauern, Künstler und Manager habe alle eigene Vorstellungen davon, was ihnen das "Projekt Seidenstraße" bringen soll.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 09.11.2017 um 09:30 Uhr auf PHOENIX.