Von Anfang an stand der Verdacht im Raum, dass es sich zumindest bei einem Teil der Werke um Raubkunst handelt. Eine Taskforce wurde mit der Klärung beauftragt. Doch die Untersuchungen kamen nur schleppend voran. Auch fünfeinhalb Jahre nach dem Schwabinger Kunstfund ist ein zweifelsfreier Herkunftsnachweis in nur sechs Fällen gelungen. Und die Behörden stehen in der Kritik.
Jetzt wird die Sammlung Gurlitt zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Das Kunstmuseum Bern, nach Gurlitts Tod sein Alleinerbe, und die Bundeskunsthalle Bonn zeigen noch bis Anfang März 2018 in einer Doppelausstellung eine Auswahl der Werke.
Die beiden Westart-Autoren Katja Lüber und Jörg Jung rollen den Kunstkrimi noch einmal auf, geben Einblick in die verwickelten Hintergründe und fragen nach den Folgen für den Umgang mit der Raubkunst.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 13.11.2017 um 23:20 Uhr auf WDR.