

Weiße Rinder mit großen Hörnern, die zur Sommerweide quer durchs Tal auf die Alm, den Pratomagno getrieben werden, ausgedehnte Hochwälder mit Buchen, Tannen und Kastanien, verstreute Bauerndörfer und kleine Städte, Burgen und romanische Kirchen, all dies prägt das Casentino.
Durch dieses auf drei Seiten von hohen Bergketten umgebene Tal hat sich der Fluss Arno sein Bett gegraben, um kurz vor Arezzo in einer Schleife Richtung Florenz zu drehen, das Luftlinie nicht einmal 40 km von seiner Quelle am Monte Falterona entfernt ist.
Das fruchtbare Tal und seine Hänge sind Ackerland, durchsetzt mit Obst- und Nussbäumen und oberhalb tausend Höhenmetern weiden Rinder, Pferde und Schweine.
Die Grafen Guidi auf ihrem Stammsitz in Poppi, dem beherrschenden Ort im Zentrum des Casentino, widerstanden bis 1440 dem Herrschaftsanspruch der Medici in Florenz, nicht zuletzt, weil sie alle wichtigen Passstraßen mit Burgen sicherten, in deren Schutz sich Marktflecken mit Handwerk und später auch Kleinindustrie entwickeln konnten.
Und schließlich wurden im Tal herrliche Kirchen romanischen Ursprungs gebaut.
Die Einsamkeit der Berge suchten zwei frühe Heilige: ums Jahr 1000 gründete Romuald das Kloster der Camaldulenser und gut zweihundert Jahre später Franz von Assisi La Vernia.
Der Film berichtet vom Leben und Arbeiten der Menschen heute, erzählt von ihrer früheren Armut und lässt den Zuschauer teilhaben an ihren Spielen und Festen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 22.10.2017 um 01:40 Uhr auf ARD alpha.