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Lenin, Gorki - Momente einer Revolution

Dokumentarfilm Frankreich 2017 - Schwerpunkt: Russland - Revolutionen und Revolten
Dienstag, 31.10.2017 22:00 Uhr
arte
Dienstag
31.10.2017
22:00 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Petrograd 1917: eine Revolution, zwei Revolutionäre. Im Oktober 1917 kam Lenin, der Kopf hinter der russischen Revolution, an die Macht. Der international bekannte Schriftsteller Maxim Gorki war ihm Wegbegleiter und "Gewissen". Lenin auf der einen Seite wollte reinen Tisch mit der Vergangenheit machen: Die ganze Welt sollte zum Explodieren gebracht werden, um den Kapitalismus abzuschaffen. Mit einem an Zynismus grenzenden Pragmatismus war er dafür zu allem bereit. Gorki auf der anderen Seite träumte von einer "menschlichen", freien und großzügigen sozialen Revolution, hatte aber keinerlei Strategie für einen Umgang mit der Konterrevolution. Lenin und Gorki waren befreundet. Doch vom Sturz des Zaren 1917 bis zum Roten Terror im Juli 1918 lieferten sie sich heftige öffentliche Scharmützel. Gorki warf Lenin vor, vom Machthunger angesteckt, den falschen Weg einzuschlagen. Lenin distanzierte sich von Gorki und bezeichnete ihn als einen der Revolution abtrünnig gewordenen Neurotiker. Ein ungleicher Kampf: Auf der einen Seite der Politiker, erst Anführer einer ihm hörigen Partei, dann des neuen Staates und der gefürchteten Staatssicherheit Tscheka; auf der anderen Seite der Schriftsteller, der keine andere Waffe gegen die Entfesselung der Gewalt, die willkürlichen Verhaftungen und Hinrichtungen hat, als zu schreiben. Natürlich ging Lenin aus dieser Konfrontation als Sieger hervor - aber zu welchem Preis? Mit der Konfrontation der konträren Sichtweisen der beiden Revolutionäre wirft der Dokumentarfilm "Lenin, Gorki - Momente einer Revolution" ein neues Licht auf die übermäßige Macht, die von dem damaligen Ereignis ausging. Schwerpunkt: Russland - Revolutionen und Revolten
Am 7. November 2017 jährt sich die sogenannte Oktoberrevolution zum 100. Mal. ARTE nimmt den Jahrestag zum Anlass für einen umfassenden Programmschwerpunkt, der das Ereignis und seine weitreichenden Folgen aus historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Perspektiven beleuchtet. Die Dokumentation "Der Untergang der Romanows" zeichnet ein intimes Porträt der Zarenfamilie und eine Chronik ihres Sturzes auf Basis der Tagebuchaufzeichnungen des Schweizer Hauslehrers Pierre Gilliard, der 13 Jahre am Zarenhof verbrachte und die Ereignisse aus nächster Nähe dokumentierte. "Keine Ruhe für Genosse Lenin" widmet sich dem Vater der Revolution und fragt nach seinem Stellenwert heute. Im Fernseh-Zweiteiler "Der Zug" mimt Ben Kingsley den Revolutionär auf seiner Reise vom Schweizer Exil zurück nach Petrograd. Mehrere Kulturdokus, unter anderen "1917 - Der wahre Oktober" und "Die russische Revolution und ihr Kino", spüren den Wechselwirkungen zwischen Politik und Kunst nach, und mit "Panzerkreuzer Potemkin" und "Arsenal" sind Stummfilmklassiker im Programm, die einerseits neue kinematographische Ausdrucksmöglichkeiten fanden und anderseits die Bilder der Revolution maßgeblich geprägt haben.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 31.10.2017 um 22:00 Uhr auf arte.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Russland, Geschichte,
Alternative Ausstrahlungstermine
31.10.2017 22:00arte