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Gefangen im Kreml

Die russischen First Ladies - Schwerpunkt: Russland - Revolutionen und Revolten
Dienstag, 31.10.2017 21:05 Uhr
arte
Dienstag
31.10.2017
21:05 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Sie stehen an der Seite mächtiger Männern. Doch im Kreml werden sie versteckt und erniedrigt. Brechen sie aus, riskieren sie ihr Leben. In der Dokumentation "Gefangen im Kreml" wird das Leben der russischen First Ladies gezeigt. In ihnen spiegeln sich 100 Jahre russische Geschichte: Revolution und Hoffnung, Angst und Willkür, Freiheit und Unterdrückung.

Als 1917 die Russische Revolution die Frauen als gleichberechtigt erklärt, gilt die Sowjetunion als das fortschrittlichste Land der Welt. Frauen dürfen nun wählen, studieren und in die Politik gehen. Allen voran Nadeschda Krupskaja, die Ehefrau und politische Mitstreiterin des Revolutionsführers Lenin. Doch mit Stalin verschwinden die Frauen im Kreml von der Bildfläche. Der Diktator entmachtet Krupskaja, seine eigene Ehefrau Nadeschda Allilujewa darf nicht mehr öffentlich auftreten. Sie vereinsamt und stirbt schließlich unter mysteriösen Umständen im Kreml.

Auch den anderen Kremlfrauen verordnet Stalin ein traditionelles Lebensmodell, das bis heute gilt. Verordnet wird ihnen ein Leben zu Hause, sogar das Ergreifen eines Berufs wird ihnen verboten. Zu diesen Frauen gehören auch Nina Petrowna, Lebensgefährtin von Nikita Chruschtschow und Viktoria Breschnewa, Ehefrau von Leonid Breschnew. Beide gaben zugunsten der Karriere ihrer Männer den Beruf auf. Damit ebneten sie ihnen den Weg an die Staatsspitze. Kremlfrauen, die sich im Kreml diesen Regeln nicht fügen, riskieren ihr Leben.

Trotz politischer Umwälzungen muss auch Raissa Gorbatschowa, Ehefrau von Michail Gorbatschow, still sein und gehorchen. Sie lehnt sich dagegen auf, handelt eigenständig, doch zerbricht am Ende am starren Kremlapparat. Ljudmila Putina ist schließlich die erste First Lady, der es gelingt, sich zu befreien. Schwerpunkt: Russland - Revolutionen und Revolten
Am 7. November 2017 jährt sich die sogenannte Oktoberrevolution zum 100. Mal. ARTE nimmt den Jahrestag zum Anlass für einen umfassenden Programmschwerpunkt, der das Ereignis und seine weitreichenden Folgen aus historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Perspektiven beleuchtet. Die Dokumentation "Der Untergang der Romanows" zeichnet ein intimes Porträt der Zarenfamilie und eine Chronik ihres Sturzes auf Basis der Tagebuchaufzeichnungen des Schweizer Hauslehrers Pierre Gilliard, der 13 Jahre am Zarenhof verbrachte und die Ereignisse aus nächster Nähe dokumentierte. "Keine Ruhe für Genosse Lenin" widmet sich dem Vater der Revolution und fragt nach seinem Stellenwert heute. Im Fernseh-Zweiteiler "Der Zug" mimt Ben Kingsley den Revolutionär auf seiner Reise vom Schweizer Exil zurück nach Petrograd. Mehrere Kulturdokus, unter anderen "1917 - Der wahre Oktober" und "Die russische Revolution und ihr Kino", spüren den Wechselwirkungen zwischen Politik und Kunst nach, und mit "Panzerkreuzer Potemkin" und "Arsenal" sind Stummfilmklassiker im Programm, die einerseits neue kinematographische Ausdrucksmöglichkeiten fanden und anderseits die Bilder der Revolution maßgeblich geprägt haben.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 31.10.2017 um 21:05 Uhr auf arte.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Porträt/Biografie, Russland, Geschichte, 1917 Oktoberrevolution