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Keine Ruhe für Genosse Lenin

Dokumentation Deutschland 2016 - Schwerpunkt: Russland - Revolutionen und Revolten
Dienstag, 31.10.2017 20:15 Uhr
arte
Dienstag
31.10.2017
20:15 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Als die Sowjetunion noch existierte, begeisterte er Millionen, und sein Konterfei fand sich überall - von der Kaffeetasse bis zum Klassenzimmer: Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt als Lenin. Doch wie steht es heute um das Ansehen des Vaters der Sowjetunion, nach Ende des staatlich verordneten Personenkults? Filmemacher Sven Jaax begibt sich auf eine Reise zu den wichtigen Stationen aus Lenins Leben, beginnend mit dem Mausoleum in Moskau. Dabei werden Menschen besucht, die ihn als barbarischen Despoten verachten, und Anhänger, die ihrem Idol bis heute bedingungslos die Treue halten. Der kommunistische Lokalpolitiker Andrej Jasow ist sich sicher, dass seine Heimatstadt St. Petersburg irgendwann wieder "Heldenstadt Leningrad" heißen wird. Metropolitan Anastasi von der russisch-orthodoxen Kirche in Lenins Geburtsstadt Uljanowsk dagegen weiß noch gut, wie nach der Oktoberrevolution Gotteshäuser zerstört und Geistliche ermordet wurden. Alexander Schaburow lässt den Vater der Revolution sich ruckelnd im Grabe umdrehen - der Künstler versucht, mit schrägen Aktionen wie diesen die Erinnerung lebendig zu halten. Für Lenin-Double Viktor Popow hingegen laufen die Geschäfte so schlecht, dass er auch als James Bond oder Michael Jackson auftreten muss. Bei den chinesischen Touristen, die zu Tausenden nach Moskau kommen, erfreut sich Wladimir Iljitsch aber ungebrochener Beliebtheit - der echte allerdings. Wandelt sich Lenin also langsam vom ewigen russischen Übervater zur unsterblichen Touristenattraktion? Die Dokumentation "Keine Ruhe für Genosse Lenin" folgt den Spuren des Revolutionärs und ermöglicht eindrückliche Einblicke in das Russland von heute. Schwerpunkt: Russland - Revolutionen und Revolten
Am 7. November 2017 jährt sich die sogenannte Oktoberrevolution zum 100. Mal. ARTE nimmt den Jahrestag zum Anlass für einen umfassenden Programmschwerpunkt, der das Ereignis und seine weitreichenden Folgen aus historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Perspektiven beleuchtet. Die Dokumentation "Der Untergang der Romanows" zeichnet ein intimes Porträt der Zarenfamilie und eine Chronik ihres Sturzes auf Basis der Tagebuchaufzeichnungen des Schweizer Hauslehrers Pierre Gilliard, der 13 Jahre am Zarenhof verbrachte und die Ereignisse aus nächster Nähe dokumentierte. "Keine Ruhe für Genosse Lenin" widmet sich dem Vater der Revolution und fragt nach seinem Stellenwert heute. Im Fernseh-Zweiteiler "Der Zug" mimt Ben Kingsley den Revolutionär auf seiner Reise vom Schweizer Exil zurück nach Petrograd. Mehrere Kulturdokus, unter anderen "1917 - Der wahre Oktober" und "Die russische Revolution und ihr Kino", spüren den Wechselwirkungen zwischen Politik und Kunst nach, und mit "Panzerkreuzer Potemkin" und "Arsenal" sind Stummfilmklassiker im Programm, die einerseits neue kinematographische Ausdrucksmöglichkeiten fanden und anderseits die Bilder der Revolution maßgeblich geprägt haben.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 31.10.2017 um 20:15 Uhr auf arte.

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Dokumentation/Reportage, Porträt/Biografie, Russland, Geschichte, 1917 Oktoberrevolution