

Es klingt so einfach, die Perspektive zu wechseln. Doch wenn man den Südwesten unter der Erdoberfläche erforschen will, ist das nicht immer einfach. Allenfalls vielleicht in Trier, in den untersten Gängen der Kaiserthermen, die Tore zu ihnen mussten nur gefunden und aufgeschlossen werden. Vor 2.000 Jahren war das die Welt der Sklaven, ohne die gar nichts funktioniert hätte. Ganz Trier steht auf römischen Spuren, die noch heute einen Einblick in den Alltag vor so langer Zeit ermöglichen.
Nicht weit entfernt geht es in ein anderes Jahrtausend und schweres Gerät muss aufgefahren werden, um weiterzukommen. Es dauert Stunden, bis der Zugang zu einem Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg frei gelegt ist. Kamera, Licht, Stative, nur das Nötigste wird durch enge Erdlöcher gezwängt, um dann ein dunkles Kapitel des Landes beklemmend hautnah zu erleben. Hier haben es Menschen über Wochen ausgehalten.
Weiter geht es unter 200.000 Jahre alten Basaltbrocken in der Eifel. Diese Brocken waren mal meterhoch. Säulen, die schon zu Römerzeiten zum Basaltgewinn abgebaut wurden. Unter tonnenschweren Gesteinsmassen zu stehen, die nur der Druck zusammenhält, ist nicht so ohne. Das wird klar, wenn man die eine oder andere Stelle sieht, die in jüngster Zeit nicht mehr gehalten hat. Autor: Bettina von Bonin
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 31.10.2017 um 19:00 Uhr auf SWR.