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Weißer Oktober

Zu den Berggipfeln der ehemaligen Sowjetunion - Schwerpunkt: Russland - Revolutionen und Revolten
Samstag, 28.10.2017 22:35 Uhr
arte
Samstag
28.10.2017
22:35 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Der französische Schriftsteller Sylvain Tesson will das hundertjährige Jubiläum der Oktoberrevolution auf ganz eigene Weise begehen: Er überquert das Pamir-Gebirge in Tadschikistan mit seinen bis zu 7.000 Meter hohen Gipfeln. Dabei begibt er sich auch auf eine Spurensuche, was nach dem Ende der Sowjetunion in den tiefen Tälern, auf abgelegenen Hochebenen und am Fuße längst vergessener Gletscher von der geschichtsträchtigen Vergangenheit übriggeblieben ist. Schon in der Frühzeit der UdSSR hatten sowjetische Bergsteiger die Gipfel des Pamir-Gebirges bezwungen und nach den Helden der Revolution benannt: Namen wie "Pik Revolution" oder "Oktober-Gletscher" erinnern an diese Vergangenheit. Das majestätische Gebirge diente als willkommenes Symbol für die Weltmachtansprüche der Sowjetunion, die ihre Alpinisten umfangreich förderte, um kommunistische Werte wie Tapferkeit und Solidarität hochzuhalten. Für Tesson und sein Team geht es von Duschanbe, der Hauptstadt Tadschikistans, zunächst auf eine dreitägige Fahrt über schlecht befestigte Bergstraßen mit spektakulären Ausblicken. Sie treffen kirgisische Nomaden, die sich noch heute nach der Sowjetzeit zurücksehnen. Sie erklimmen den westlichen Pik Oktober, einen 5.000 Meter hohen Gipfel gegenüber des Pik Lenin, und wandern weiter zum Pik Karl Marx, der letzten sowjetischen Bastion vor dem afghanischen Hindukusch … Die fesselnde Dokumentation "Weißer Oktober" folgt dem ungewöhnlichen Abenteuer, bei dem sich die Vergangenheitsbearbeitung mit Entdeckerlust und dem zeitgenössischen Werk des Reiseschriftstellers Tesson vermischt, der die Welt stets mit ganz besonderen Augen betrachtet. Schwerpunkt: Russland - Revolutionen und Revolten
Am 7. November 2017 jährt sich die sogenannte Oktoberrevolution zum 100. Mal. ARTE nimmt den Jahrestag zum Anlass für einen umfassenden Programmschwerpunkt, der das Ereignis und seine weitreichenden Folgen aus historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Perspektiven
beleuchtet. Die Dokumentation "Der Untergang der Romanows" zeichnet ein intimes Porträt der Zarenfamilie und eine Chronik ihres Sturzes auf Basis der Tagebuchaufzeichnungen des Schweizer Hauslehrers Pierre Gilliard, der 13 Jahre am Zarenhof verbrachte und die Ereignisse aus nächster Nähe dokumentierte. "Keine Ruhe für Genosse Lenin" widmet sich dem Vater der Revolution und fragt nach seinem Stellenwert heute. Im Fernseh-Zweiteiler "Der Zug" mimt Ben Kingsley den Revolutionär auf seiner Reise vom Schweizer Exil zurück nach Petrograd. Mehrere Kulturdokus, unter anderen "1917 - Der wahre Oktober" und "Die russische Revolution und ihr Kino", spüren den Wechselwirkungen zwischen Politik und Kunst nach, und mit "Panzerkreuzer Potemkin" und "Arsenal" sind Stummfilmklassiker im Programm, die einerseits neue kinematographische Ausdrucksmöglichkeiten fanden und anderseits die Bilder der Revolution maßgeblich geprägt haben.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 28.10.2017 um 22:35 Uhr auf arte.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Russland, Geschichte, Land/Leute, Oktoberrevolution 1917