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Rock'n'Religion: Pop und Glauben

Dokumentation Frankreich 2016 - Schwerpunkt: Metal ist für alle da
Freitag, 27.10.2017 23:25 Uhr
arte
Freitag
27.10.2017
23:25 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Die Beziehung von Rockmusik und Religion ist lang und kompliziert: Rockmusik stellt schon seit ihren Anfängen die Autorität und die Moralvorstellungen der christlichen Kirche infrage, was für viele gleichbedeutend damit war, selbst im Dienste des Bösen zu stehen. Beweise für einen solchen Bund mit dem Teufel entdeckten die klerikalen Kritiker in allem, was Rockmusik ausmacht: in ihrer afroamerikanischen Herkunft, ihren sündigen Rhythmen, ihren gotteslästerlichen Texten und sogar in angeblich subliminalen Botschaften. Was folgte, war ein fundamentalistischer Kreuzzug gegen die Rockmusik. Doch obwohl in den Südstaaten der USA schon die Scheiterhaufen brannten, gewann der musikalische Feind immer mehr Zulauf: Die Konzertsäle füllten sich ebenso schnell, wie sich die Kirchen leerten. Nachdem John Lennon den Niedergang des Christentums verkündet hatte, nahm der Rock selbst immer religiösere Züge an - und bediente sich dabei religiöser Codes: Einige Künstler wollten die Seelen ihres Publikums erlösen, während Fans für ihre Idole Elvis Presley und Lemmy von Motörhead regelrechte Altare errichteten. Mittlerweile lassen sich Vermengungen der ehemaligen Erzfeinde der ganz anderen Art beobachten: Christliche Rockmusik begeistert die fromme Jugend, und Patti Smith, die Frau, die einst erklärte, ihre einzige Religion sei der Rock 'n' Roll, wird 2014 gar von Papst Franziskus eingeladen, beim Weihnachtskonzert zu singen! Mit Archivbildern und Zeitzeugen ganz nah dran, blickt "Rock'n'Religion: Pop und Glauben" zurück auf 60 Jahre des erbitterten Zweikampfs, in dem sich Gott, Teufel und Rock 'n' Roll scheinbar unversöhnlich gegenüberstanden. Schwerpunkt: Metal ist für alle da
Spätestens seit Metallicas gleichnamigem Album mit dem schwarzen Cover aus dem Jahr 1991 ist Heavy Metal Mainstream geworden. Haben in den Jahren und Jahrzehnten davor Bands wie Black Sabbath, Iron Maiden oder Slayer mit satanistischen Anspielungen, Ekelplattencovern oder extremer Lautstärke zu schockieren gewusst, sind schwere Gitarrenklänge längst in der breiten Gesellschaft angekommen. Selbst Rammstein sind längst nicht mehr die Provokateure vom Dienst, sondern haben sich zu einem der größten deutschen Musikexporte entwickelt, die es verstehen, den gesamten Pariser Veranstaltungsort Zénith zum Singen - oder je nach Ansichtssache: Grölen - zu bringen. ARTE zeigt "Rammstein: Paris", einen spektakulären Musikfilm über die monumentale "Made in Germany 1995-2011"-Tour der Band, der erst im März 2017, knapp fünf Jahre nach der Tournee, in die Kinos kam. Die Dokumentation "Rock'n'Religion: Pop und Glauben" fühlt der komplizierten Beziehung zwischen Rock und Religion auf den Zahn.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 27.10.2017 um 23:25 Uhr auf arte.

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Dokumentation/Reportage, Lifestyle, Rock/Pop,