Mit Kleintransportern werden sie aus ihrer Heimat nach Deutschland gebracht und leben dann manchmal monatelang im Lkw - bezahlt nach den Mindestlöhnen ihrer Heimatländer
Die Fahrer klagen, dass ihre Arbeitsbedingungen zu Lasten der Sicherheit gehen. Zudem würde beim TÜV in Osteuropa immer wieder geschummelt und es gäbe zu wenig Kontrollen. Der Eindruck der Fahrer: Zuviel Kontrolle ist politisch nicht gewünscht. Auf den Seiten des Bundesverkehrsministeriums ist zu lesen: "Unter dem Begriff "Güterverkehr und Logistik...werden alle Maßnahmen verstanden, die notwendig sind, um Güter in der richtigen Menge, im richtigen Zustand, zum richtigen Zeitpunkt, mit den richtigen Informationen und zu minimalen Kosten am richtigen Ort bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen". Worte die zeigen, wo der Fokus der deutschen Verkehrspolitik liegt: "minimale Kosten".
Der EU Rechnungshof rügte in diesem Jahr die Bundesregierung, dass in Deutschland mehr Geld für Straßen statt für Schienen ausgegeben wird. Folglich werden die Straßen immer weiter ausgebaut und Bahnstrecken stillgelegt. In den kommenden Monaten sollen weitere 176 Güterbahnhöfe geschlossen werden. Internen Papiere benennen 30 von der Schließung bedrohte bayerische "Güterverladestellen". Doch auch die Bahn fährt zweigleisig. So wurde unter Hartmut Mehdorn "Schenker" gekauft, die Bahn damit zu Deutschlands größter Lkw - Spedition. 80 Prozent ihrer Geschäfte laufen inzwischen über die Straße.
DokThema taucht ein in den Alltag deutscher und osteuropäischer Lastwagenfahrer, die immer mehr in Konkurrenz zueinander kommen. DokThema begleitet LKW-Kontrollen und zeigt die Lücken auf. Und DokThema hinterfragt eine Politik, die die falschen Weichen stellt.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 07.11.2017 um 14:45 Uhr auf PHOENIX.