Beim Lesen merkte er, dass er einen Schatz gefunden hatte. Pörschkes Großvater Martin Welz war schon 40, als er 1942/43 zwangseingezogen wurde. Sechs Jahre blieb er verschollen. Damals wohnte er mit Familie in Schweidnitz in Schlesien. Diese hatte die Heimat verlassen müssen und wohnte mittlerweile in Weiden in der Oberpfalz. Dort stand er plötzlich im Februar 1949 vor der Haustür. Das Thema Krieg wurde nie wieder erwähnt.
Anhand des detaillierten Tagebuches begann Pörschke mit seinen Recherchen. Er schrieb unzählige Briefe, Mails und führte Telefonate, kontaktierte Gemeinden, Behörden, den Rot-Kreuz-Suchdienst, setzte Aufrufe in die schlesische Heimatzeitung - und machte sich schließlich mit seinem Freund und Kameramann aus Gerach auf die Spuren des Großvaters, zu seinen eigenen Wurzeln, aber auch auf eine lange spannende Reise, auf der er Zeitzeugen traf Film von Udo Pörschke und Jorin Gundler
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 09.10.2017 um 01:00 Uhr auf PHOENIX.