

Mit acht Jahren trat der Kantorensohn aus Meißen dem Dresdner Kreuzchor bei. Kreuzkantor Rudolf Mauersberger wurde auf den strahlenden Knabenalt aufmerksam, förderte den Jungen, komponierte eigens für ihn Solopartien. Das Fundament für eine einzigartige Sängerkarriere war gelegt.
Nach dem Gesangsstudium folgten erste Erfolge an der Dresdner Oper in Mozarts "Entführung aus dem Serail". Auch im Ausland wurde man auf ihn aufmerksam. Engagements in Wien, Bayreuth und Salzburg folgten, schließlich die Debuts an der Mailänder Scala und an der Metropolitan Oper in New York. Peter Schreier wurde der "gesangliche Export-Schlager" der DDR. Er genoss die Privilegien eines internationalen Stars, durfte mit der Familie in den Westen reisen. Als die DDR zusammenbrach, setzte er seine Karriere fort - nun vor allem als Interpret von Liedern und Kirchenmusik. Die Tenor-Partien in den Kantaten und Passionen Bachs machten ihn weltberühmt. Heute kann man den 82-jährigen Peter Schreier noch als Dirigenten und Lehrer erleben.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 15.10.2017 um 09:45 Uhr auf WDR.