

* Altona aus Sicht einer US-amerikanischen Bloggerin
Altona ist ein Bezirk, der Stadtteil heißt offiziell Altona-Altstadt. Von der "alten Stadt" jedoch ist kaum mehr etwas zu sehen. Lediglich in den kleinen Nebenstraßen stehen noch die Altbauten. Dort gibt es Kopfsteinpflaster und sogar ein Haus, das aussieht wie eine Burg. Im Zentrum des Viertels dagegen ist alles neu, die Einkaufsmeile, ein vielfältiger Wochenmarkt und an dessen Ende einen Klotzbau mit Möbeln auf drei Etagen, ein Parkhaus. Gegenüber verkauft der türkische Händler Gemüse. All das will Bloggerin Diana erkunden, die überall auf der Welt unterwegs ist und ihre Fotos auf Instagram veröffentlicht. In Hamburg ist sie auf Einladung von Come to Hamburg, einem Programm, das Menschen aus anderen Ländern die Möglichkeit bietet, Hamburg zu erkunden.
* Blankeneser Treppenviertel
Das Blankeneser Treppenviertel zählt mit zu den schönsten Vierteln in Hamburg. Die alte Fischer- und Lotsensiedlung besticht durch ihren verstiegenen, südländischen Charme auf 58 Treppen mit rund 5.000 Stufen. Anwohner Manni nennt den Stadtteil beim Weingenuss aus Silberkelchen beim Strandpicknick den "wohl teuersten Campingplatz Europas".
* Restaurant für zwei Wochen
Nils Kaffke ist Architekturstudent, seine große Leidenschaft ist das Kochen. Deshalb lässt er sich auf ein einmaliges Experiment ein und will zwei Wochen lang ein eigenes Restaurant führen. Dieses liegt in der Weidenallee in Eimsbüttel, einem der beliebtesten Stadtteile Hamburgs, in dem viele junge Familien und Kreative leben. In Eimsbüttel gibt es jede Menge gute Restaurants. Das Cook Up, in dem Nils am Herd stehen wird, ist Deutschlands einzige "kulinarische Galerie", in der ambitionierte Köche für einen begrenzten Zeitraum ihre gastronomischen Konzepte verwirklichen können.
* Interview
Die Ringlinie U3 gilt als die schönste Hochbahnstrecke Hamburgs. Vor mehr als 100 Jahren nahm sie den Betrieb auf und ist mit ihren vielen gut erhaltenen Stationen längst zu einer Sehenswürdigkeit geworden, ermöglicht aber auch den Ausblick auf viele andere touristische Highlights wie die Landungsbrücken oder die Elbphilharmonie. Das Filmteam darf sich (ausnahmsweise) während der Fahrt mit der Hochbahnfahrerin Maren Reichert darüber unterhalten, welche Herausforderungen ihr Job mit sich bringt. Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum berichtet, warum Frauen für die Hamburger Hochbahn von Anfang an wichtig waren.
* Rhythm is it: Mümmelmannsberg
In Hamburg-Mümmelmannsberg leben Menschen aus aller Welt dicht beieinander. Jeder denkt anders, glaubt an etwas anderes. Doch gerade in dieser Verschiedenheit steckt ein riesiges Potenzial: Stephan Thieme ist seit knapp drei Jahren evangelischer Pastor im Stadtteil und setzt von Anfang an auf das Zusammenspiel von Menschen mit unterschiedlichen, religiösen Hintergründen. Er hat sein Gemeindezentrum sofort als Ort für alle Menschen im Stadtteil geöffnet. Jetzt tut er sich mit dem Komponisten und Interaktionskünstler Bernhard König zusammen. Sie ziehen durch die Nachbarschaft, lassen die Leute auf der Straße von ihrem Leben erzählen und machen Musik daraus. Ihre Vision: ein dauerhafter, interreligiöser Chor für Mümmelmannsberg, der verbindet und Freude verbreitet.
* Neuwerker mit FC-St.-Pauli-Dauerkarte
Werner Flegel hat es nach den Kriterien des FC St. Pauli geschafft, er hat eine Dauerkarte, Stehplatz Südtribüne. Ein Fan weiß, dass man so etwas eigentlich nur "erben" kann. Das Stadion am Millerntor liegt im Bezirk Hamburg Mitte, dazu gehört auch der Wohnort von Werner Flegel. Tatsächlich lebt er auf der Hamburger Insel Neuwerk in der Elbmündung. Die Anreise zum Heimspiel dauert also für den Neuwerker Fan etwas länger. Ein Filmteam hat ihn auf seinem Weg ins Stadion begleitet, durchs Wattenmeer, dann mit den verschiedenen Verkehrsmitteln 100 Kilometer elbaufwärts bis nach Hamburg. * Die ABC-Straße
Die ABC-Straße liegt im Herzen der Hamburger City. Sie trägt einen der ältesten dokumentierten Straßennamen in Hamburg. Ihre urkundliche Erwähnung ist sogar älter als die der weltbekannten Reeperbahn! Der Name der traditionsreichen Einkaufsstraße rührt daher, dass ihre Geschäftshäuser ursprünglich mit Buchstaben in alphabetischer Reihenfolge bezeichnet waren, die sinnbildlich für das A - Z der Hamburger Kaufmannstugenden standen: von A wie anpackend bis Z wie zurückhaltend. Leider hat die ABC-Straße dieses Alleinstellungsmerkmal einst per Senatsanordnung verloren: Schnöde Hausnummern wie überall prangen seitdem an den Geschäften. Doch die Geschäftsleute erschaffen sich mittlerweile wieder ihr ganz eigenes ABC. Die Zwillingsschwestern Christina und Claudia, die mit sehr farbenfroher Mode ihr eigenes Label aufgebaut haben, sagen: "Wir stehen hier in der ABC-Straße für das "K" wie kreativ." Der aus New York stammende Feinbäcker Gabriel, der mit unglaublicher Liebe zum Detail kleine Teigwaren im französischen Stil fertigt für "P" wie Perfektion." "Rund um den Michel" zeigt das neue ABC der alten ABC-Straße.
* Die Schützen von Ochsenwerder
Das gab es im Ochsenwerder Schützenverein noch nie: ein männliches Schützenkönigspaar. Christian Röbke-Gronau und sein Mann Markus sind vor fünf Jahren aus der Hafencity nach Ochsenwerder gezogen. Ein Stadtteil mit mehr als 2.500 Einwohnern im Südosten von Hamburg, mitten im Grünen. Um am Dorfleben teilzuhaben, sind sie sofort in den Schützenverein eingetreten und dort mit offenen Armen aufgenommen worden. Früher konnten sich beide nicht vorstellen, irgendwann einmal in einem eigenen Haus auf dem Land zu leben. Doch seitdem sie Ochsenwerder, das Dorf, seine Bewohner und seine originellen Kneipen kennen, sehen sie das anders.
* St. Pauli: eine Nacht im Klubhaus
St. Pauli ist nach wie vor die Hamburger Partymeile. Am Wochenende strömen Zehntausende Menschen über den Kiez. Seit zwei Jahren gibt es am Spielbudenplatz einen Ort, in dem sich die ganze Nacht verbringen lässt: das Klubhaus St. Pauli. Ob edle Bar oder Clubs mit Livemusik, ob Junggesellenabschied mit Lasertag-Schießen oder Tanzmarathon, das Haus mit der modernen, animierten Fassade bietet Unterhaltung für jeden Geschmack. "Rund um den Michel" war eine Nacht lang im Klubhaus St. Pauli unterwegs.
* Der 105. Stadtteil: Kleiner Grasbrook
Gegenüber der Hafencity, unweit der Elbbrücken, liegt das
Hamburg der Zukunft. Hamburgs 105. Stadtteil. In ungefähr
sechs Jahren könnten hier die ersten Bagger vorfahren. Auf
dem Kleinen Grasbrook steht noch das sogenannte
Überseezentrum, einst der weltgrößte Verteilschuppen für
Stückgutladen. Seit einiger Zeit ist es dort leer geworden. Fast
wie in einer Geisterstadt. Auf einem der drei Arme der Halbinsel
südlich der Elbe tobt jedoch das Leben: Magdalena Meyerdierks
brät Würstchen, frittiert Pommes, rollt Buletten für die Lkw-
Fahrer, die ihre Ware an das nahe gelegene Kühlzentrum
ausliefern. Magdalena, kurz: Lena, weiß, dass sie nicht weichen
muss, wenn das neue Viertel kommt mit seinen 3.000
Wohnungen. Aber wie es aussehen soll, das fragt sie sich schon.
Eine Seele muss es haben, sagt sie. Und die lässt sich so leicht
nicht einbauen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 29.10.2017 um 18:00 Uhr auf NDR.