

Gams und Steinadler gehören zu den Tieren, die man auch im Winter in Deutschlands einzigem Alpennationalpark beobachten kann. In den Tälern hört man das Klirren von Pferdegeschirr; Pferdekutschen bringen Touristen in eine weiße Märchenlandschaft. Während der Watzmann und die anderen Gipfel noch lange Schatten auf die dazwischen liegenden Täler werfen, kann die Frühlingssonne auf den Bergen ihre Kraft entfalten.
Mit der Schneeschmelze erwachen die Berchtesgadener Alpen aus ihrem Winterschlaf. Überall sprießen bunte Blumen aus Felsritzen und Almböden. Und kaum apern die Wiesen aus, kommen die Murmeltiere aus ihrem Bau. Die Zeit von Birkhuhn- und Auerhahnbalz. Aber auch kleinere und oft unbekannte Tiere genießen jetzt den Bergfrühling. Molche versammeln sich zu einem skurrilen Balztanz, Dreizehenspechte mästen ihre Jungen mit Käferlarven aus dem Nationalpark-Urwald und aus winzigen, weißen Kügelchen schlüpfen gefräßige Minimonster - die Larven des anmutigen Apollofalters.
Der Film begleitet aber auch Menschen, die im Nationalpark wohnen oder arbeiten. Etwa einen Höhlenforscher, der im Hagengebirge eine sensationelle Entdeckung macht. Alle Bewohner der Berchtesgadener Alpen haben etwas gemeinsam: Sie bewohnen einen Lebensraum, in dem das Wetter manchmal Kapriolen schlägt. Modernste Zeitraffertechnik bringen den Wetterumschwung auf den Bildschirm. "Im Schatten des Watzmann" ist ein spannendes und farbenfrohes Porträt einer der schönsten Regionen Deutschlands und zeigt die Tier- und Pflanzenwelt vom Vorfrühling bis zum Sommer.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 07.10.2017 um 13:15 Uhr auf MDR.