Große Schlachten veränderten den Lauf der Weltgeschichte und gruben sich tief ein in das kollektive Bewusstsein von Nationen. Doch hinter Namen wie Waterloo, Verdun oder Stalingrad stecken Schicksale von Menschen, die auf den Schlachtfeldern ihren Tod fanden. Immer wieder gelingt es Archäologen, die letzten Minuten von Gefallenen zu rekonstruieren. Dabei erfahren sie auch Bewegendes und Persönliches über das Leben der einstigen Soldaten.
Schlacht bei Waterloo
Bei Waterloo, wo der Schauplatz der letzten Schlacht Napoleons längst von Feldern überdeckt ist, finden Archäologen fast zwei Jahrhunderte nach dem Geschehen einen gefallenen Soldaten. Der junge Mann war im Krieg von 1815 Infanterist, hatte Arthrose in den Füßen, deutsche Pfennig-Münzen in der Geldbörse und wurde von einer französischen Kugel getötet.
Völkerschlacht bei Leipzig
Auch mitten in Deutschland finden Archäologen Spuren des napoleonischen Größenwahns: In Leipzig, zwei Jahre vor Waterloo der Ort einer Völkerschlacht, bergen Spezialisten des sächsischen Landesamtes für Archäologie immer wieder Skelette und Ausrüstung. Heute unterscheiden nur noch die Uniformknöpfe Freund und Feind.
Schlacht um Verdun
In Verdun ist das Terra X-Team exklusiv dabei, als ein deutsch-französisches Forscherteam ein unterirdisches Kampfstollensystem zum ersten Mal seit dem Ersten Weltkrieg wieder betritt. Dabei treffen sie auf die persönlichen Zeugnisse der Soldaten, die im Stellungskrieg kämpften, lebten und starben.
Winterschlacht um Stalingrad
In Stalingrad versucht eine Grabungskampagne, Gefallene zu identifizieren, die Angehörigen zu verständigen und den Toten ein würdiges Grab zu geben. Eine Mammutaufgabe, denn noch über hunderttausend Deutsche und Russen sind in Stalingrad vermisst. "Die letzten Minuten" - erzählt von all den Namenlosen, die in den großen Schlachten der Geschichte ihr Leben lassen mussten.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 18.09.2017 um 06:45 Uhr auf PHOENIX.