

In autobiografischen Streifzügen erzählen Regisseure von der Suche nach dem Land ihrer Kindheit und Erlebnissen, die sie prägten. Geschichten aus der DDR der 1950er und 1960er Jahre. Sie waren neugierig und verwundbar, angepasst und widerspenstig. Sie wollten oder sollten das neue, bessere Deutschland mit aufbauen und die sozialistische Zukunft gestalten. Erinnerungen an das ganz normale Leben Ost: Alltag im geteilten Berlin und Leben in der DDR Provinz, Familienausflüge und Freundschaften, West-Pakete und 8mm-Filme.
Manche Väter kamen aus dem Krieg, andere setzten sich in den Westen ab. Sehr persönliche Filmepisoden atmen das Leben in Ostdeutschland und in dem geteilten Berlin jener Jahre. Die Filmemacher, eine Regisseurin und sieben Regisseure, kennen sich aus dem Studium an der Filmhochschule in Babelsberg, oder aus den DEFA-Studios. Für dieses Projekt kamen sie erneut zusammen. Mit unterschiedlichen Handschriften und künstlerischen Mitteln berichten sie von ihrem Leben in diesen Kindertagen, von ihrem kindlichem Stolz und jugendlichem Aufbegehren, von Hoffnungen und Enttäuschungen. Gemeinsam fragen sie sich: "Wie war das, als wir Kinder des Sozialismus waren?"
Peter Kahanes Eltern kommen Ende der 1940er Jahre aus der Emigration zurück nach Ostberlin. Die Familienausflüge nach Westberlin nutzt er, um amerikanische Western zu sehen und sie mit den russischen Reiterfilmen zu vergleichen, die das Kino in Pankow spielt.
"Arbeiter und Angestellte aufs Land" heißt die Kampagne, die die junge Familie von Gabriele Denecke für eine kurze Zeit in die Provinz verschlägt, bevor sie nach Berlin zurückkehren, und Gabriele die Unterschiede zwischen Ost- und Westkaugummi bei heimlichen Grenzübertritten kennenlernt.
Andreas Voigt - das Buchhändlerkind aus Dessau - wollte vor allem Gutes tun und dazugehören. Als junger Pionier Flaschensammeln für die Kinder in Kuba und für den Weltfrieden kämpfen, das waren die Ideale, an die er glaubte.
Dass man als kleiner Junge in den 50er Jahren in Erfurt große Abenteuer erleben kann, auch wenn sich der Traum vom Westpaket nicht erfüllt, davon erzählen die 8mm-Filme, die Lars Barthel zu seinem Film über seine lebenslustige Familie neu komponiert hat. Zum Tag der Deutschen Einheit
Die sieben sehr persönlichen Filmepisoden atmen das Leben in Ostdeutschland und in dem geteilten Berlin jener Jahre. Die Filmemacher, eine Regisseurin und sechs Regisseure, berichten mit unterschiedlichsten Handschriften und künstlerischen Mitteln von kindlichem Stolz und jugendlichem Aufbegehren, von Hoffnungen und Enttäuschungen.
Wie war das damals, als wir Kinder des Sozialismus waren?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 03.10.2017 um 14:45 Uhr auf ARD alpha.