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Italien von oben - Geschichte(n) eines Landes (5/5)

Brodelnde Erde
Freitag, 15.09.2017 17:10 Uhr
arte
Freitag
15.09.2017
17:10 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Wer durch sanfte toskanische Hügel oder sizilianische Obstgärten spaziert, ahnt nicht, dass in Italien eine Zeitbombe tickt. Luftaufnahmen enthüllen die Spuren geologischer Phänomene, die oft verheerende Folgen hatten: Die Hügel des Tiber-Tals entstanden durch Erdbeben, die jederzeit wieder auftreten können, und die zitronenbestandenen Hänge des Vesuvs werden ständig von neuen Vulkanausbrüchen bedroht. In der Dokumentation erklärt der Vulkanologe Marco Neri die Hintergründe dieser Dynamiken. Italien liegt auf der Grenze der Europäischen und der Afrikanischen Kontinentalplatte und gehört zu den tektonisch aktivsten Regionen Europas. Permanent hängt das Damoklesschwert möglicher Vulkanausbrüche, Erdbeben oder Erdrutsche über dem "Stiefel". Derart der Dynamik der Erde unterworfen, die die Landschaften formt und zerstört, ist Italien ein interessantes Terrain für Geologen und Archäologen. Denn bisweilen offenbart der Boden Teile der Geschichte des Landes, so wie im Valle Giumentina, wo die Archäologin Elisa Nicoud Tag für Tag neue Erkenntnisse an die Erdoberfläche befördert. Am Beispiel von Ätna und Vesuv werden eindrückliche Blicke auf die zerstörerische Schönheit von Vulkanen ermöglicht - denn Vulkane stellen nicht nur eine Bedrohung dar, wie der Untergang der Stadt Pompeji eindrucksvoll zeigte, sondern produzieren auch seit Jahrhunderten vorzügliche, fruchtbare Böden für den Ackerbau und Gestein für das Baugewerbe. Italien wäre nicht Italien, wenn es nicht nach jeder Katastrophe die notwendigen Ressourcen aufbringen würde, um seine Lebenskunst neu zu erfinden. Laut dem Vulkanologen Neri sollten Erdbeben und Vulkanausbrüche nicht als Fluch wahrgenommen werden, sondern als Zeichen dafür, dass die Erde lebt. Italien gilt als die Wiege der römischen Kultur - zu Recht, wie die zahlreichen antiken Stätten beweisen. Doch beim Flug über die italienische Halbinsel wird deutlich, dass die Römer nicht nur Tempel und Amphitheater errichteten; sie schufen auch andere Bauwerke, die so monumental waren, dass sie das Gesicht des Landes nachhaltig veränderten. Die fast tausend Jahre andauernde Vorherrschaft Roms hat nicht nur die Menschen, sondern auch die Landschaft geprägt. Die bildstarke, fünfteilige Dokumentationsreihe zeigt die Spuren der Geschichte aus der Vogelperspektive - von der Antike bis in die Gegenwart.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 15.09.2017 um 17:10 Uhr auf arte.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Italien, Geschichte