

Jahrhundertelang war die Krämerbrücke Synonym für den Reichtum der Handelsstadt Erfurt. Als der verblasste, war es auch mit der Krämerbrücke nicht mehr weit her. Statt Krämer, siedelten Handwerker und in den schäbigen, dunklen Wohnungen, hausten die Familien eng aufeinander. Erst in den 1970er Jahren, als der Verfall der Häuser offenkundig wurde, begann die langsame Sanierung.
Heute, fast 50 Jahre später pulsiert wieder das Leben auf der Krämerbrücke. Sie ist Touristenhotspot und gleichzeitig Wohnort für ca. 80 "Krämer". 32 Häuser gibt es auf der Brücke, die meisten mit Ladengeschäft und Wohnungen. Bunt und vielfältig sind die Angebote: Weingeschäft, Antiquitäten, Keramik und Kräuter, Holzbildhauer und Kinderbücher. Die Krämerbrückenbewohner leben ganz bewusst auf einem Flächendenkmal, haben sich arrangiert mit der täglichen Betriebsamkeit und dem Lärm der Besucher und Feste. Und können sich, trotz des immer grösser werdenden Trubels, keinen besseren Ort zum Leben vorstellen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 23.08.2017 um 02:35 Uhr auf MDR.