

Raubbau an Borneos Regenwald: Die Insel wird seit Jahrzehnten gerodet - rücksichtslos gegenüber der Natur und ihrer indigenen Bevölkerung. Durch diese illegale Abholzung ist der Regenwald inzwischen fast komplett zerstört. Die Dokumentation besteht aus zwei Handlungssträngen, welche den Kampf verschiedener Aktivisten begleiten.
Ein Handlungsstrang zeigt die britische Journalistin Clare Rewcastle Brown bei ihrem Einsatz gegen ein internationales Netzwerk aus korrupten Politikern, Banken und Geldwäscherei. Seit mittlerweile 30 Jahren verfolgt Mutang Urud den Raubbau an seiner Heimat, den Regenwäldern Borneos, aus dem Exil. Zusammen mit dem Schweizer Aktivisten Bruno Manser demonstriert er gegen die Massenabholzung. Ihr Engagement führte sie bis zur UN-Generalversammlung, jedoch ohne nennenswerte Erfolge.
Im zweiten Handlungsstrang begleitet der Film den Aktivisten Urud bei seinem neuen Leben in der Exilheimat Kanada sowie bei seiner Rückkehr nach Borneo, wo er noch einmal die Initiative ergreifen will, um die letzten Regenwälder Borneos zu retten.
Mehr als 240 Millionen Einwohner, 13.000 Inseln, 700 Sprachen: Indonesien ist weltweit das größte muslimische Land und nach Indien und den USA die drittgrößte Demokratie der Erde. Mit einem jährlichen Wirtschaftswachstum von sechs Prozent nimmt der Archipel mittlerweile eine wichtige Position in Südostasien ein. Wie ist dieser schnelle Aufschwung entstanden? Warum und wie funktioniert die indonesische Demokratie? Worauf beruht der nationale Konsens, der das Zusammenleben einer Vielfalt von Inselbewohnern ermöglicht? Der zweiteilige Dokumentarfilm "Religion, Macht und Archipele: Indonesien" gibt Antwort auf diese Fragen und blickt zurück auf die wichtigsten historischen Ereignisse der gigantischen Inselgruppe, die vor rund 20 Jahren ihre Demokratie begründete. Der anschließende Dokumentarfilm führt nach Borneo. "The Borneo Case - Das dreckige Geschäft mit dem Regenwald" enthüllt anhand der Geschichte des Aussteigers Bruno Manser, wie Millionen von Jahren alter Regenwald innerhalb von 30 Jahren auf Schweizer Bankkonten "wanderte". Gewinner in diesem Geschäft sind nur wenige, darunter Taib Mahmud, ehemaliger Ministerpräsident und heutiger Gouverneur des malaysischen Bundesstaats Sarawak, sowie internationale Banken. Die Leidtragenden sind Umwelt und Ureinwohner.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 10.08.2017 um 10:45 Uhr auf arte.