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Akte D

Das Comeback der Rüstungsindustrie
Mittwoch, 09.08.2017 22:00 Uhr
BR
Mittwoch
09.08.2017
22:00 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Deutsche Waffen tauchen immer wieder in Krisengebieten der Welt auf. IS-Kämpfer posieren mit deutschen Panzerabwehrraketen, Bürgerkriege in Afrika werden mit Sturmgewehren aus Deutschland geführt. Ein Regime wie Katar, das aktiv an regionalen Konflikten teilnimmt, darf 200 Leopard-Panzer kaufen, ohne dass die aktuelle Bundesregierung den Deal verhindert. Wer verhalf der deutschen Rüstungsindustrie zu ihrem erstaunlichen Comeback, das Deutschland heute zu einem der größten Waffenexporteure der Welt macht?
Schon der Wiederbeginn nach dem Zweiten Weltkrieg war problematisch: Die Alliierten setzten auf deutsche Rüstungstechnik, um sich auch mit ihrer Hilfe für den nächsten Krieg zu rüsten - dabei setzten sie sich über die eigenen Regeln hinweg. Führende NS-Rüstungsfunktionäre konnten so in der Bundesrepublik in einer Zeit Karriere machen, als das Land offiziell noch keine Waffen herstellen durfte. Im Film wird dieses Netzwerk beleuchtet und zudem die verblüffende Geschichte einer Firma aus Berlin erzählt, die bereits in den 1950er-Jahren begann, Waffenfabriken in aller Welt zu bauen.
Auch Politiker, die auf eine Politik der Entspannung setzten, stoppten die Waffengeschäfte nicht. Selbst Militärdiktaturen wurden mit Genehmigung der jeweiligen Regierung hochgerüstet. Häufig ging es darum, Bündnispartner zu stärken, oft waren jedoch die Profitinteressen der Rüstungskonzerne entscheidend. Waffenexporte großen Umfangs in Krisengebiete waren aber kein Privileg des Westens. Filmautor Dirk Laabs belegt anhand von bislang unveröffentlichten Dokumenten, wie tief auch die Führung der damaligen DDR im internationalen Waffenhandel verstrickt war.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 09.08.2017 um 22:00 Uhr auf BR.