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Rezension zu Samsara
Samsara ist das neue Meisterwerk von Ron Fricke und Mark Magidson. Zwanzig Jahre nach Baraka haben sie wieder einen Dokumentarfilm geschaffen, der ohne plot, Darsteller, Dialoge oder erklärenden Kommentarton auskommt, getragen allein von der Kraft der Bilder und der Musikkomposition.
Gedreht in 25 Ländern, 5 Jahren und auf allen 5 Kontinenten, begleiten wir die Filmemacher auf eine "geführte Meditation" über den Kreislauf des Lebens, von der Geburt bis zum Tod. Der Titel "Samsara" ist Programm – auf Sanskrit bedeutet er "das sich immer drehende Rad des Lebens" – und dieses Rad fängt der Film aus den verschiedensten Bereichen des Lebens ein. Nebeneinander, miteinander verwoben oder zum Teil auch kontrastierend, stehen Bilder von Naturphänomenen, archäologischen Wunderwerken, Tänzen, Menschenmassen, Individuen, archaischen Gebräuchen und unserer modernen Welt. Für Ron Fricke, der seine Karriere 1982 mit Koyaanisquatsi begann, ist die bilddokumentarische Collage auch eine Hommage an den Film. Gedreht auf 70mm – keine digitale Technik kam 2006, zum Zeitpunkt der ersten Aufnahmen, an diese Qualität heran – überwältigt der Film mit hypnotischen und wie das Filmplakat verspricht, atemberaubend schönen Bildern.
Erst, nachdem der Film fertig geschnitten war, komponierten Lisa Gerrard, Dead Can Dance Frontfrau und Golden Globe Gewinnerin (Gladiator, Insider) und Michael Stearns (Titanic, Avatar) die Musik zu dem, bis dahin stummen, Film. Samsara erlebte auf dem Internationalen Filmfestival in Toronto seine Uraufführung, wurde u.a. auf dem Internationalen Filmfestival in Dublin als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet und startet Ende August weltweit in den Kinos. Für die Weiterverarbeitung in Schnitt und Vertrieb wurde das Negativ mit 8K Auflösung (8192 Pixel) abgetastet und kommt nun in ausgewählten Kinos in besonders hochauflösenden 4K und digitaler Brillanz auf die Leinwand.
23.08.2012
20.12.2012
24.08.2012
