In DISUNITED NATIONS – DIE UNO UND DER NAHE OSTEN skizziert Regisseur Christophe Cotteret das komplexe Geflecht der internationalen Diplomatie und die Rolle der Weltgemeinschaft im Nahen Osten. Er zeichnet die historischen und aktuellen Bruchlinien eines Konflikts, dessen Dynamiken über Jahrzehnte hinweg von geopolitischen Interessen, blockierten UN-Resolutionen und diplomatischem Stillstand geprägt wurden. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem chronischen Versagen des UN-Sicherheitsrates angesichts eskalierender Gewalt und humanitärer Krisen. Die Analysen verbinden sich mit exklusiven Interviews von Diplomaten, Historikern und Augenzeugen vor Ort, die das Spannungsfeld zwischen idealistischem Völkerrecht und brutaler Realpolitik greifbar machen. Die Kamera fängt dabei in investigativen Aufnahmen und dichten Archivbildern sowohl die sterile Atmosphäre internationaler Verhandlungssäle als auch die direkten Folgen der Beschlüsse für die Zivilbevölkerung ein. Zudem geht der Film der Frage nach, ob die Vereinten Nationen in ihrer heutigen Struktur überhaupt noch in der Lage sind, globale Krisen zu lösen.