

* Irak: Mosul im Jahr Null
Drei Jahre IS-Terror und dann die Befreiungs-Schlacht - die Bürger Mosuls trauen sich zurück ins Leben.
Die irakische Armee kämpft in einer der größten Schlachten nach dem Zweiten Weltkrieg um die Befreiung der Menschen in Mosul vom Terrorregime des Islamischen Staates. Nachdem große Teile der Stadt befreit sind, kommen die von dort geflohenen Bürger allmählich wieder zurück, und die geblieben waren, sie erwachen wie aus einem Alptraum, der drei Jahre währte. Hamudi ist ein Waisenjunge in einem der befreiten Viertel im Osten. Er schlägt sich durch mit dem Sammeln von Abfällen. Der Sportlehrer Souhaïb und seine Schüler trauen sich endlich wieder Volleyball zu spielen, das war unter dem IS verboten. Der Wissenschaftler Faysal, der es sich zur Aufgabe machte, die archäologischen Schätze seiner Stadt vor dem Terror zu schützen, er jagt als Chef einer Miliz die Schläfer des IS. Wathaq al Hamdani, der Leiter der Polizei, kommt nach drei Jahren im Exil zurück in seine Stadt - er ging damals, nachdem sein Bruder und sein Sohn durch ein Attentat starben. Ein schwerer Neubeginn in harten Zeiten.
* Philippinen: Ein furchtbarer Jurist
Der Jurist Rodrigo Duterte ist seit einem Jahr Präsident - Menschenrechte zählen für ihn nicht.
Über 7.000 Dealer und Süchtige wurden auf den Philippinen seit Dutertes Amtsantritt im Juni 2016 von maskierten Todeskommandos hingerichtet - der Präsident persönlich hatte ausdrücklich dazu aufgerufen. Die Polizei schaut weg bei den Ermittlungen in den Mordfällen, auch ermutigt durch die Appelle des Präsidenten, übrigens ein Jurist. In seinen Reden feiert er den erfolgreichen Krieg gegen die Drogen - die Internationale Gemeinschaft verurteilt diese systematischen Aufrufe zum Verstoß gegen die Menschenrechte, aber sein Volk himmelt ihn an, als seinen Vollstrecker. "ARTE-Reportage" wollte verstehen, warum Rodrigo Duterte so populär ist auf den Philippinen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 01.08.2017 um 06:15 Uhr auf arte.