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Lebensader Dordogne

Von Marqueyssac bis zur Gironde
Dienstag, 11.07.2017 10:15 Uhr
arte
Dienstag
11.07.2017
10:15 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Die hängenden Gärten von Marqueyssac überragen auf einem Felsplateau spektakulär das weite Tal, unten fließt sanft und in vielen Schwüngen die Dordogne gen Westen. In Sarlat-la-Canéda übt ein Lauzier das uralte Handwerk aus, Dächer mit Steinen zu decken, die in schwindelerregender Höhe von Hand behauen werden. Doch er ist nicht etwa der letzte Vertreter einer aussterbenden Zunft, sondern bildet im Gegenteil junge Menschen aus, denn das Land erlebt eine neue Blüte und unzählige historische Bauwerke werden restauriert. In Les Eyzies an der Vézère, der kleinen Schwester der Dordogne, hat man in einer Höhle die allererste Darstellung eines Fisches gefunden, die je von Menschenhand geschaffen wurde. Sie ist rund 25.000 Jahre alt und zeigt einen über ein Meter langen Lachs. Das steinzeitliche Kunstwerk ist so präzise, dass es den Menschen der Gegenwart entscheidende Hinweise geliefert hat, als es darum ging, den Lachs wieder in der Dordogne anzusiedeln. Der Hundertjährige Krieg machte den Fluss zum Grenzfluss, die Burgen zu Grenzfestungen. Noch heute wird Saint-Emilion die Tradition der Jurade gepflegt, ein Relikt aus der Zeit, als der weltberühmte Weinort noch zum Königreich England gehörte. Und mit jungen Menschen auf Surfbrettern geht es am Schluss ein kleines Stück zurück Richtung Quelle, auf einer gigantischen Welle, die in manchen Monaten der Atlantik fast hundert Kilometer flussaufwärts schickt.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 11.07.2017 um 10:15 Uhr auf arte.