

* Mexiko: Journalisten in Lebensgefahr
Er begibt sich in Lebensgefahr durch seine Arbeit. Morddrohungen hat er schon einige erhalten: Rafael Pineda ist Karikaturist in Mexiko. Mit seinen Cartoons provoziert er die Mächtigen: Drogenbosse. "Es gibt keine guten Bedingungen für die Meinungsfreiheit in unserem Land. Wir werden angegriffen, gefoltert, entführt und getötet", sagt er und lässt sich trotzdem nicht einschüchtern. Morde an Journalisten - allein in diesem Jahr schon sieben. In keinem anderen Land der Welt, das kein Kriegsgebiet ist, sterben so viele Journalisten wie in Mexiko. Die Ermordung des investigativen Journalisten Javier Valdez im Bundesstaat Sinaloa hat einen Aufschrei verursacht. Der Journalist recherchierte über die Verbindung von Politik und Drogenkartellen. So wie die Journalistin Miroslava Breach - auch sie auf offener Straße erschossen. Die Hilfsorganisation für Journalisten, Articulo 19, klagt an: 97 Prozent aller Morde bleiben ungeklärt! Wer Journalisten töte, töte die Demokratie, die Mündigkeit und Freiheit der Gesellschaft.
* Polen: Anfeindungen gegen Homosexuelle
Die Hochzeitsanzüge haben Jakub und Dawid schon gekauft. Seit sieben Jahren sind sie zusammen, jetzt wird geheiratet. Allerdings nicht in Polen, sondern auf der portugiesischen Insel Madeira. Denn in Polen gibt es für schwule oder lesbische Paare keine Chance zur Vermählung - auch eine eingetragene Partnerschaft wie in Deutschland, gibt es dort nicht. Auf einer großen Parade marschiert das Paar nun mit rund 30.000 anderen Lesben, Schwulen, Transsexuellen durch Polens Hauptstadt Warschau. Gerade jetzt ist ihnen das "Flagge zeigen" besonders wichtig, denn seit dem Regierungswechsel haben die Anfeindungen gegen Homosexuelle rapide zugenommen. Im katholisch geprägten Land fühlen sie sich von Staat und Kirche gleichermaßen allein gelassen. Jakub und Dawid zeigen sich erst seit einem Jahr als Liebespaar, sie haben einen Musikclip veröffentlicht und dokumentieren nun ihren schwierigen Weg.
* Russland: Orthodoxe Einpeitscher
Putins orthodoxer Einpeitscher Konstantin Duschenow bringt Gläubige auf Linie: Der 57-Jährige ist Chef der kreml- und kirchennahen privaten Nachrichtenseite "Rus Prawoslawnaija", auf Deutsch "Reich des rechten Glaubens." Dort hetzt er lautstark gegen Europa und den Westen: "Eure Ratschläge, idiotischen europäischen Werten, eure Menschenrechte - alles Quatsch und Unsinn." Im März 2018 wird in Russland gewählt: Höchstwahrscheinlich wird sich Präsident Putin im Amt bestätigen lassen. Der Kreml strebt angeblich einen klaren Sieg an - 70 Prozent. Deswegen wird die Propagandamaschine noch einmal ausgebaut: Orthodoxe Hetzer schimpfen auf den Westen und lobpreisen den Kremlchef. Der ehemalige Marinesoldat Duschenow analysiert das internationale militärische Kräfteverhältnis - aggressiv und anti-westlich. Duschenow liegt mit seinem Nationalismus auch ganz auf einer Linie mit vielen orthodoxen Geistlichen. Und offenbar trifft er den Geschmack vieler wichtiger Entscheidungsträger, kirchlich und säkular.
* Griechenland: Santorini und die Chinesen
Zehntausende Europäer machen Urlaub auf der Vulkaninsel in der Ägäis: Santorini ist mit seinen weißen Häusern am Krater das Postkarten-Motiv schlechthin. Bislang kamen vor allem Europäer und Amerikaner, nun: Verstärkung aus Fernost. 150.000 Touristen aus China allein im vergangen Jahr. Drei Tage bleiben sie normalerweise: Gucken, Fotografieren, Staunen, und gerne auch Heiraten. Und der Zulauf macht sich mittlerweile bemerkbar: Überall auf der Insel gibt es jetzt China-Restaurants und Asia Food, auch hier Tendenz steigend. Toll, finden die chinesischen Touristen. Hoteliers und Gastronomen wie Manolis Karamolegos sind in der Zwickmühle. Dank chinesischer Touristen laufe das Geschäft auf der Insel auch in den schwachen Wintermonaten gut, sagt er. Gleichzeitig sehe er, dass sich die Insel durch die chinesischen Touristen verändere.
* China: Pekings Party-Szene fährt aufs Land
Party im Großstadt-Club ist ihnen zu öde, sie sind auf der Suche nach etwas Besonderem: Raus aus der Stadt ist die Lösung: Im Reisebus lassen sich Pekings Party-People aufs Land karren, 100 Kilometer weit bis zu den Ausläufern der Tianmo-Wüste. DJ´s, Rave und Feiern bis zum Morgengrauen vor einer sehr speziellen Kulisse: Denn hier steht die Große Mauer, zumindest scheint es so, denn die Mauerteile und alten Wachtürme sind allesamt unecht. Die Party steigt inmitten einer Filmkulisse, die schon für Hunderte TV- und Kinoproduktionen genutzt wurde. Hippe Großstädter treffen auf Dorfbewohner und lassen sich die Feierlaune auch im Regen nicht verleiden. Festival-Feeling.
Die Weltbilder blicken Woche für Woche bis zum Horizont und weiter. Sie erzählen die wichtigen Geschichten aus dem Ausland: bildstark und informativ. Julia-Niharika Sen zeigt zusammen mit den ARD-Korrespondenten weltweit den Alltag der Menschen im nahen und fernen Ausland: in packenden Reportagen, spannenden Geschichten und berührenden Porträts.
ARD-Themenwoche 2017: "Woran glaubst Du?"
Auf der Suche nach uns selbst, nach letzten Gewissheiten und unserem Lebenssinn schlagen wir verschiedene Wege ein. Ganz gleich, ob wir an Gott oder an die Vernunft glauben oder zum Meditationskurs gehen: "Woran glaubst Du?" ist eine Frage, die jeden betrifft, der man sich nicht einfach entziehen kann. Trifft sie doch den Kern des Menschseins.
Gerade in einer Zeit, in der zum einen Unkenntnis und Ratlosigkeit in Glaubensangelegenheiten zunehmen, zum anderen sich Familienstrukturen massiv ändern und Arbeitsverhältnisse unsicherer werden, kommt der Frage nach den Gewissheiten eine grundlegende Bedeutung zu. Auch wenn Menschen den Volkskirchen den Rücken kehren, gibt es ein wachsendes Interesse an Religion, einer Sehnsucht nach Spiritualität und Neugier auf übersinnliche Erfahrungen.
In der ARD-Themenwoche soll der Blick für viele Spielarten des Glaubens geöffnet, traditionelle Glaubenswelten und esoterische Strömungen sollen gleichermaßen dargestellt werden. Die Themenwoche untersucht, ob und wie die Kraft des Glaubens Menschen heute helfen kann, ihr Leben angesichts einer Fülle von Entscheidungsmöglichkeiten und der Herausforderung einer sich rasant verändernden Gesellschaft zu gestalten.
ARD-Themenwoche 2017: "Woran glaubst Du?"
Auf der Suche nach uns selbst, nach letzten Gewissheiten und unserem Lebenssinn schlagen wir verschiedene Wege ein. Ganz gleich, ob wir an Gott oder an die Vernunft glauben oder zum Meditationskurs gehen: "Woran glaubst Du?" ist eine Frage, die jeden betrifft, der man sich nicht einfach entziehen kann. Trifft sie doch den Kern des Menschseins.
Gerade in einer Zeit, in der zum einen Unkenntnis und Ratlosigkeit in Glaubensangelegenheiten zunehmen, zum anderen sich Familienstrukturen massiv ändern und Arbeitsverhältnisse unsicherer werden, kommt der Frage nach den Gewissheiten eine grundlegende Bedeutung zu. Auch wenn Menschen den Volkskirchen den Rücken kehren, gibt es ein wachsendes Interesse an Religion, einer Sehnsucht nach Spiritualität und Neugier auf übersinnliche Erfahrungen.
In der ARD-Themenwoche soll der Blick für viele Spielarten des Glaubens geöffnet, traditionelle Glaubenswelten und esoterische Strömungen sollen gleichermaßen dargestellt werden. Die Themenwoche untersucht, ob und wie die Kraft des Glaubens Menschen heute helfen kann, ihr Leben angesichts einer Fülle von Entscheidungsmöglichkeiten und der Herausforderung einer sich rasant verändernden Gesellschaft zu gestalten.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 17.06.2017 um 16:30 Uhr auf tagesschau24.