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Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

Buddha zu Ehren (Sanchi, Indien) - ARD-Themenwoche "Woran glaubst Du?"
Dienstag, 13.06.2017 07:35 Uhr
SWR
Dienstag
13.06.2017
07:35 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Auf einem Hügel in der Nähe der kleinen Ortschaft Sanchi in Zentralindien stehen die ältesten, buddhistischen Stupas Indiens. Sie sind über 2.000 Jahre alt. Stupas symbolisieren im Buddhismus den heiligen Baum des Lebens und der Erleuchtung. Nach dem Tode Buddhas war es der große Maurya Kaiser Ashoka, der den Buddhismus für sich entdeckte und zu seiner großen Blütezeit in Indien verhalf. 84.000 große und kleine Stupas soll er zu Ehren Buddhas errichtet haben.
Der Stupa von Sanchi ist 17 Meter hoch und gilt den Wissenschaftlern als der Idealtyp des buddhistischen Stupa. Er ist ein massiver, fensterloser Reliquienschrein und erfüllt allein eine symbolische Funktion: Ausdruck des eigenen Glaubens, Wegweiser für andere, der Lehre Buddhas zu folgen. Der Legende nach beherbergt jeder Stupa mindestens ein Aschekorn von Buddha.
Die vier Eingänge zum Rundgang der Stupas wurden mit vier prächtigen Toren geschmückt. Die äußerst lebendigen und detailreichen Reliefe geben eine Vorstellung von der hohen Meisterschaft der Steinmetzkunst im alten Indien und vom Leben in jener Zeit. Jedes Tor variiert dabei ein eigenes Hauptthema: Das Osttor die Geburt Buddhas, das Südtor den Kampf um seine Überreste, und das prächtig geschmückte Nordtor die Wunder, die Buddha zugeschrieben werden.
Für die zahlreichen Besucher aus aller Welt stellen diese Tore den eigentlichen Höhepunkt der Tempelanlage von Sanchi dar. Gleichzeitig wird der Ort noch heute als stiller Ort der Meditation genutzt und gilt nicht nur den Anhängern des Buddhismus als frühes Symbol für Mitgefühl, Toleranz und Friedfertigkeit.
Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.
ARD-Themenwoche 2017: "Woran glaubst Du?"
Auf der Suche nach uns selbst, nach letzten Gewissheiten und unserem Lebenssinn schlagen wir verschiedene Wege ein. Ganz gleich, ob wir an Gott oder an die Vernunft glauben oder zum Meditationskurs gehen: "Woran glaubst Du?" ist eine Frage, die jeden betrifft, der man sich nicht einfach entziehen kann. Trifft sie doch den Kern des Menschseins.
Gerade in einer Zeit, in der zum einen Unkenntnis und Ratlosigkeit in Glaubensangelegenheiten zunehmen, zum anderen sich Familienstrukturen massiv ändern und Arbeitsverhältnisse unsicherer werden, kommt der Frage nach den Gewissheiten eine grundlegende Bedeutung zu. Auch wenn Menschen den Volkskirchen den Rücken kehren, gibt es ein wachsendes Interesse an Religion, einer Sehnsucht nach Spiritualität und Neugier auf übersinnliche Erfahrungen.
In der ARD-Themenwoche soll der Blick für viele Spielarten des Glaubens geöffnet, traditionelle Glaubenswelten und esoterische Strömungen sollen gleichermaßen dargestellt werden. Die Themenwoche untersucht, ob und wie die Kraft des Glaubens Menschen heute helfen kann, ihr Leben angesichts einer Fülle von Entscheidungsmöglichkeiten und der Herausforderung einer sich rasant verändernden Gesellschaft zu gestalten.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 13.06.2017 um 07:35 Uhr auf SWR.