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Die Kanarischen Inseln (1/2)

Nebelwald und Wüsten
Samstag, 03.06.2017 13:00 Uhr
arte
Samstag
03.06.2017
13:00 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Bis heute haben sich die Kanarischen Inseln ihre wilde Schönheit bewahrt. Subtropische Nebelwälder treffen auf karge Vulkanlandschaften und schneebedeckte Gipfel. Unzugängliche Schluchten münden in rauen, zerklüfteten Steilküsten oder ausgedehnten Wüsten. Die Inselgruppe im Atlantik nahe der nordwestafrikanischen Küste trägt den Beinamen "Inseln des Frühlings". Doch auf derselben geografischen Breite - kaum mehr als 100 Kilometer weiter im Osten - liegt die trockene, heiße Sahara. Verantwortlich für die subtropischen Urwälder auf den Kanarischen Inseln sind die "vientos alisios", die Passatwinde.
Unter Wasser sind die Kanarischen Inseln ein bizarres und geheimnisvolles Naturparadies. Kräftige Meeresströmungen mischen warmes Wasser der Tropen mit kaltem aus dem Nordatlantik, während aus der Tiefsee unentwegt Plankton an die Oberfläche geschwemmt wird. Das macht diese Gewässer zu einem guten Ort für Meeressäuger. Bis zu acht Meter lang und drei Tonnen schwer sind die Pilotwale. Nachts tauchen sie bis zu 1.000 Meter tief, um Riesen-Kopffüßer zu jagen. Tagsüber verbringen sie die meiste Zeit an der Oberfläche und widmen sich ihrem Familienleben.
Winde und Meeresströmungen haben Tiere und Pflanzen zu den abgeschiedenen Inseln gebracht. Viele haben sich im Laufe der Jahrtausende spezialisiert. Neue Arten sind entstanden, die nirgendwo sonst auf der Welt existieren. Andere kommen von weit her, um nur einen Teil des Jahres auf den Inseln zu verbringen. Darunter sind die Gelbschnabel-Sturmtaucher, die aus Südamerika kommen, oder die Eleonorenfalken aus Madagaskar.
Dokumentation Österreich 2016
Einst nannte man sie die "Inseln am Rande der Welt". Heute sind die sieben Inseln ein exotisches Paradies für jährlich zwölf Millionen Touristen. Sie kommen vor allem aus Europa, um Sonne, Meer und ein mildes, frühlingshaftes Klima zu genießen. Die zweiteilige Naturdokumentation von Michael Schlamberger zeigt die wilde, unbekannte Seite des Archipels abseits besuchter Touristenpfade.
Der Produzent, Regisseur und Kameramann Michael Schlamberger promovierte vor seiner Filmkarriere in Medizin. Er ist erfahrener Profitaucher und hat eine Pilotenlizenz. 2008 erhielt er die ROMY in der Kategorie "Beste Kamera" für den Zweiteiler "Ol' Man River - Mächtiger Mississippi". Rita Schlamberger ist eine international erfolgreiche Regisseurin und Produzentin von Naturfilmen. Vor ihrer Karriere als Filmemacherin studierte sie Biologie und erwarb ihren Doktortitel an der Universität Graz. Schon als Studentin entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Welt unter Wasser. 2006 erwarb sie den Pilotenschein. 1992 gründete sie mit ihrem Mann Michael die Filmproduktion ScienceVision und produzierte seitdem unzählige, international preisgekrönte Naturdokumentationen.
Am 30. Mai 1992 ging ARTE erstmals auf Sendung. Der deutsch-französische Kulturkanal feiert sein 25-jähriges Bestehen eine Woche lang - mit einer Vielzahl an herausragenden Programmen. Im Internet bietet ARTE außerdem ein Best-of der letzten 25 Jahre: arte.tv/25jahre

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 03.06.2017 um 13:00 Uhr auf arte.