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Abschiebung - was passiert tatsächlich?

Mittwoch, 31.05.2017 21:00 Uhr
SWR
Mittwoch
31.05.2017
21:00 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Allen Erfolgsmeldungen der Politik über gestiegene Abschiebezahlen zum Trotz werden die meisten abgelehnten Asylbewerber nicht abgeschoben. Sie bleiben geduldet in Deutschland: ohne Arbeitserlaubnis und ohne Perspektive. Wie der Pakistaner Fahad Shareef, der sein Geld jahrelang als Küchenhilfe in einem Traditionslokal im Remstal verdiente. Wie seine Zukunft aussieht, ist ungewiss. Ähnlich ergeht es dem Kameruner Nao Kendo. Er wurde bereits einmal in sein Erstaufnahmeland Spanien abgeschoben, kam über die grüne Grenze nach Stuttgart zurück. Was werden die Behörden unternehmen?
Auch Ibrahim Haddad, ein in Deutschland verurteilter ehemaliger Syrienkämpfer, wird nicht abgeschoben, obwohl sein Asylantrag abgelehnt wurde. Der Straftäter wurde gerade aus der Haft entlassen. Bei einer Abschiebung in den Libanon droht Gefahr für sein Leben, daher kann er erst einmal für unbestimmte Zeit in Stuttgart bleiben. Die Dokumentation zeigt die Wirklichkeit der Abschiebepraxis. Sie erzählt von Menschen, die in Deutschland zwar integriert, aber nicht anerkannt sind. Sie müssten abgeschoben werden, sind aber seit Jahren geduldet und wurden so zu Mitbürgern, die sie nach dem Gesetz nicht sein dürften. Sie berichtet auch über Straftäter, deren Abschiebungsbeschluss nicht vollzogen wird und die als potentielle Gefährder in Deutschland bleiben. "Abschiebung - was passiert tatsächlich?" - ein Kontrast zu den Verlautbarungen der Politik.
Autor: Andrea Lotter, Joachim Auch

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 31.05.2017 um 21:00 Uhr auf SWR.